Würzburg

Junge Federn: Tradition als Zukunft

Ist der überlieferte Ritus der heiligen Messe wirklich altmodisch oder nicht doch die Zukunft der Jugend?

Die Zukunft des Glaubens
Jugendliche, die ihren Glauben offen bekennen und im Gebet eifrig sind, machen die Zukunft der Kirche aus. Im Bild: ein Gläubiger beim Weltjugendtag 2005 in Köln. Foto: KNA

„Wieder diese Piusbrüder!“ – Ein paar altmodische Katholiken.“ – „Alle Ü60 kommen mal wieder zusammen.“ – Aussagen wie diese hört man zu Genüge, während die Gläubigen in einer feierlichen Prozession durch die Stadt zum Petersberg ziehen. Doch stimmt das wirklich oder sind es nur in den Raum geworfene Schlagwörter? Wenn man beachtet, dass sich unter diesen 1.000 Gläubigen etwa 200 Mitglieder der Katholischen Jugendbewegung (KJB) befanden, muss man sich die Frage stellen: Ist der überlieferte Ritus der heiligen Messe wirklich altmodisch oder nicht doch die Zukunft der Jugend?

Die Kirche hat eine Zukunft, und zwar die Jugend

Mit wachsenden Teilnehmerzahlen ist die KJB alljährlich auf dieser Wallfahrt vertreten, um öffentlich Zeugnis von der Tradition der Kirche zu geben. Gleichzeitig zeigt die große Anzahl von Jugendlichen den Passanten, dass die Kirche eine Zukunft hat, und zwar die Jugend. Aber wie kann jetzt die Kirche die Zukunft für die Jugend sein? Ist es überhaupt im Trend, als Jugendlicher zu beten, in die heilige Messe zu gehen, zu beichten und auf Latein zu singen?

Es sind Jugendliche, die ihren Glauben offen bekennen und im Gebet eifrig sind – ein seltener Anblick, dem heutigen Diesseitsdenken entgegengesetzt. Seien wir einmal ehrlich: Sieht man nicht jeden Tag viele junge Menschen, die durch ihr Auftreten, Reden und Handeln einen Lebenswandel ohne Blick auf die Ewigkeit offenbaren? Zeigen sie dies nicht allein schon durch ihren unzufriedenen und unerfüllten Blick?

Sinnhaftigkeit mit dem Blick auf die Ewigkeit

Im Gegensatz dazu erhält im Glauben alles Tun, Arbeiten, ja das ganze Leben seine volle Sinnhaftigkeit mit dem Blick auf die Ewigkeit. Zwar weiß man das als gläubiger Jugendlicher und Angehöriger der KJB, dennoch ist es gerade heute oft nicht leicht, diese Erkenntnis im Alltag vor Augen zu behalten. Nur weil man diese Überzeugung in sich trägt, sich um viel Gottvertrauen bemüht, kann man diesen traditionell katholischen Weg als Jugendlicher weitergehen.

Gerade hierfür erneuerte auch die KJB im Rahmen dieser Wallfahrt, wie jedes Jahr, ihre Weihe zum Unbefleckten Herzen Mariens. Alle Ziele, Aktionen, Opfer und Gebete der Jugendlichen – ja jeder Einzelne selbst – wurde hier unter den besonderen Schutz der Gottesmutter Maria gestellt, damit die Hoffnung auf das ewige Ziel, das Leben, stets vor Augen bleibt. All dies ermöglicht die katholische Kirche.

Man muss also schließlich sagen: Die Tradition der Kirche ist der Wegweiser zur Zukunft – dem ewigen Leben. Also auch eure Zukunft, liebe Jugendliche!

Der Autor, 21, ist Polizist in München und engagiert sich in der Katholischen Jugendbewegung (KJB)