Junge Federn: Die Erde atmet auf

Es liegt in unserer Verantwortung, die Angst vor dem Coronavirus schwinden zu lassen. Wir müssen uns jetzt auf die Dinge besinnen, die wirklich im Leben zählen.

Coronavirus: Wie die Krisenzeit zu überstehen ist
Wir werden diese Krisenzeit überstehen. Dafür müssen wir aber alle an einem Strang ziehen, denn nur gemeinsames Zusammenhalten und solidarisches Handeln kann etwas bewirken. Foto: Sergei Grits (AP)

Aktuell macht jeder von uns eine schwierige Zeit durch. Das Thema ist präsent wie nie und wir alle kämpfen gegen denselben Gegner: ein grassierendes Virus, welches uns allen den Atem nimmt und unser gewöhnliches Alltagsleben völlig auf den Kopf stellt. Beinahe die ganze Welt fühlt sich an, als würde sie stillstehen. In den Köpfen der Menschen schwirren Mengen an Fragezeichen herum und die Angst wird immer größer. Angst, welches Ausmaß die Pandemie haben wird, aber auch die Angst um unsere Nächsten und Geliebten.

Die Angst darf uns nicht kontrollieren

Doch diese Angst darf uns nicht kontrollieren, denn es liegt in unserer Verantwortung, die Angst schwinden zu lassen, indem jeder von uns seinen Beitrag leistet.

Und auch wenn es uns genau in dieser Zeit, die gerade für jeden von uns eine Herausforderung ist, besonders schwerfällt, müssen wir uns jetzt auf die Dinge besinnen, die wirklich im Leben zählen. Momente, für die wir leben und die unser Herz erfüllen. Denn der Mensch denkt immer, er kann alles, weiß alles und möchte immer mehr, mehr, mehr... von allem! Gier, Macht, Konsum, Gewinn und gesellschaftliches Ansehen, welche sonst so beherrschend sind, werden gerade so nichtig. Und Werte wie Gesundheit, Liebe, Familie, Solidarität, Zusammenhalt und Freundschaften, die sonst so selbstverständlich scheinen, sind nun kostbarer denn je.

Die Zeit für entscheidende Dinge im Leben nutzen

Und genau jetzt können wir diese Zeit für die wirklich entscheidenden Dinge im Leben nutzen und so viel Positives aus einer solchen Krise ziehen. Stärke entsteht nur durch Wachstum. Und Wachstum bedeutet, dass es zwar nicht leicht wird, jedoch nötig ist, sich positiv weiterzuentwickeln. Daher liegt es an jedem Einzelnen von uns, die Corona-Kurve zu strecken, einfach mal zuhause zu bleiben und die Anweisungen der Regierung zu befolgen. Denn hier geht es um einen Wandel. Um einen Wandel zu besseren Menschen. Vielleicht wollte Gott uns auf die Probe der Einsicht stellen. Einsicht für mehr Respekt, Nächstenliebe und Zusammenhalt. Aber auch Einsicht dafür, unseren Planeten umweltfreundlicher und gewissenhafter zu behandeln, sodass die Erde sich wieder erholt und aufatmen kann. Interessanterweise schien die Sonne und die Vögel zwitscherten zu Beginn der Krise. Als wollte die Erde uns sagen: „Ich bekomme wieder Luft, ich bin glücklich und die Vögel singen mit mir.“

Wir werden diese Krisenzeit überstehen. Dafür müssen wir aber alle an einem Strang ziehen, denn nur gemeinsames Zusammenhalten und solidarisches Handeln kann etwas bewirken, also: #wirbleibenzuhause.

Die Autorin, 21, ist Lehramtsstudentin im Bistum Fulda

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