Jugendtreffen in Posen

Kirchenführer und Politiker senden Grußworte zum Taize-Treffen

Taize (DT/KNA) Kirchenführer verschiedener Konfessionen und Politiker haben Grußworte an die Teilnehmer des Taize-Jugendtreffens gerichtet, das zum Jahreswechsel im polnischen Poznan (Posen) stattfindet. Papst Benedikt XVI. rief die Jugendlichen dazu auf, den Menschen in ihren Heimatländern die Hoffnung und den Schwung zugänglich zu machen, aus denen sie lebten. „Sie brauchen es, wahren Zeugen zu begegnen, damit für sie das Gesicht Christi leuchtet“, schreibt der Papst. Zu ihrem Silvestertreffen vom 29. Dezember bis 2. Januar erwartet die Gemeinschaft von Taize mehr als 30 000 Jugendliche.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte besonders, dass die Jugendlichen den Schwerpunkt auf soziale Fragen und auf die Bedeutung der Freiheit gelegt hätten. Er dankte ihnen für ihren Einsatz für Gerechtigkeit, Solidarität und Frieden. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärte, Posen und Polen erinnerten an den Fall des Eisernen Vorhangs, „der die Rückkehr der Demokratie in Mitteleuropa ermöglichte und den Weg zur Wiedervereinigung unseres Erdteils frei machte“.

Der anglikanische Primas Erzbischof Rowan Williams von Canterbury begrüßte, dass sich die Jugendlichen bei dem Treffen den dringendsten Herausforderungen der Welt stellen wollten. „Wir haben gesehen, wie sehr die Menschheit entstellt und verletzt wurde durch falsche Vorstellungen vom Reichtum, falsche Vorstellungen von Sicherheit, falsche Vorstellungen von Freiheit.“ Die Kernfrage sei deshalb, was es heiße, ein „wahrhaft menschliches Leben“ zu führen, so Williams. Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel rief die jungen Menschen dazu auf, lebendige Zeugen Christi zu sein. Angeregt durch den 2005 verstorbenen Taize-Gründer Frere Roger veranstaltet die ökumenische Gemeinschaft seit 1979 jedes Jahr ein Jugendtreffen in einer europäischen Großstadt.

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