Italienerin in Lourdes geheilt

Rom (DT/kath.net) Eine 50-jährige Italienerin ist nach einem Aufenthalt in Lourdes von einer als unheilbar diagnostizierten Krankheit geheilt worden. Die Ärzte bezeichnen den Fall als wissenschaftlich unerklärbar. Das meldet die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Antonia Raco aus Francavilla in Sinni in der süditalienischen Provinz Basilicata hatte an der Nervenkrankheit „Gehrig-Syndrom“ (Amyotrophe Lateralsklerose – ALS) gelitten und war die letzten vier Jahre im Rollstuhl gesessen. Das berichteten die „Oberösterreichischen Nachrichten“ in der vergangenen Woche. Am ersten August nahm sie mit anderen Kranken an einer Wallfahrt ihrer Diözese in den südwestfranzösischen Marienwallfahrtsort Lourdes teil. Ihre Angehörigen hatten ihr die Reise geschenkt, weil sich ihr Zustand immer mehr verschlechterte. Seitdem kann die vierfache Mutter wieder gehen. Raco hatte ein Bad im Wasser der Quelle genommen, die der jungen Seherin Bernadette Soubirous 1858 von der erscheinenden Gottesmutter gezeigt wurde. „Als ich ins Wasser gestiegen bin, habe ich eine Stimme gehört, die mir Mut machte, und einen starken Schmerz in den Beinen gespürt. Ich spreche lieber von einem Geschenk, einer Gnade, als von einem Wunder“, berichtet sie. „Seitdem ich von Lourdes zurückgekehrt bin, kann ich gehen, ich bin nie müde und ich fühle keinen Schmerz. Es ist, als hätte ich eine zweite Chance bekommen“, sagte Raco Berichten der italienischen Agentur ANSA zufolge. Mittlerweile wurde sie in dem Turiner Krankenhaus Molinette von dem bekannten Neurologen Adriano Chió untersucht, bei dem sie bereits seit 2006 in Behandlung war. Chio sagte nach der Untersuchung, dass ihr Fall wissenschaftlich unerklärbar sei. „Ich habe niemals etwas Ähnliches bei ALS-Patienten gesehen. Die Diagnose war eindeutig. Die Krankheit kann sich verlangsamen, aber wir denken nicht, dass sie besser werden kann, weil sie die Nerven irreversibel schädigt. Ich selbst werde einige Zeit brauchen, dieses Phänomen zu verarbeiten“, bekannte der Arzt. Als er Antonia Raco im Juni zum letzten Mal untersuchte, habe sie im Rollstuhl gesessen.

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