Irland: Primas verteidigt Recht auf Leben

Belfast (DT/KNA) Der Erzbischof von Armagh, Eamon Martin, hat Kritik an Plänen zur Änderung des irischen Abtreibungsgesetzes geübt. Das von Justizminister David Ford vorgelegte Papier nehme „völlig unschuldigen und todkranken Babys im Mutterleib ihr absolutes Recht auf Leben“, zitiert die Zeitung „Irish Independent“ (Montag) den Vorsitzenden der Irischen Bischofskonferenz. Martin warf der Regierung in Nordirland eine Vernachlässigung von Argumenten für den Lebensschutz vor. Nach geltendem Recht ist Schwangerschaftsabbruch in Irland nur dann legal, wenn das Leben der Mutter durch eine Austragung des Kindes gefährdet ist. Nach der geplanten Änderung soll künftig Abtreibung von Föten mit potenziell lebensbedrohlichen Anomalien straffrei bleiben. Martin sprach sich stattdessen für eine bessere Hospizversorgung für betroffene Kinder sowie psychologische Hilfen für deren Eltern aus.

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