Interimspräsident setzt auf Zusammenarbeit mit FH's

Eichstätt (DT/KNA) Der neue Interimspräsident der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) will in den kommenden zwei Jahren das Potenzial der Einrichtung ausbauen. Seine Ideen möchte er mit den Gremien besprechen und dabei die Bereitschaft für mögliche Schritte ausloten, sagte Andreas Lob-Hüdepohl am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Der 48-jährige Moraltheologe war am Tag zuvor von dem Eichstätter Bischof und KU-Stiftungsratsvorsitzenden Gregor Maria Hanke als Leiter ernannt worden. Die neue Aufgabe tritt der derzeitige Rektor der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin am 1. Oktober an. In der Bundeshauptstadt habe er über die Jahre gelernt, sich täglich neu in einem säkularen Umfeld für die Daseinsberechtigung einer Katholische Hochschule rechtfertigen zu müssen, erklärte Lob-Hüdepohl. Das sei für ihn eine positive Erfahrung auch für seine künftige Tätigkeit gewesen. Eine katholische Universität müsse ihren Beitrag zur fachwissenschaftlichen Diskussion leisten. Gleichzeitig gelte es, nach außen zu wirken im Bewusstsein der Grundüberzeugung des rettenden Wirkens Gottes in der Welt. Deshalb seien wissenschaftliche Erkenntnisse informierend und beratend in die Gesellschaft einzubringen. Lob-Hüdepohl betonte, ihm sei wichtig, dass die KU eine staatlich anerkannte kirchliche Hochschule sei. Damit anerkenne der Staat die Leistung der Kirche, die mit einer solchen Bildungseinrichtung ihren Dienst an der Gesellschaft erweise. Für die Zukunft setzt der Theologe unter anderem auf eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Fachhochschulen und der KU zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. In der Interimszeit muss außerdem entsprechend der Satzung eine neue Ausschreibung für den Präsidentenstuhl erfolgen.

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