Im Fokus: Das Heilige Land

Pater Franz von Sales ist Deutscher und gehört der Gemeinschaft der Seligpreisungen an. Er ist Hausoberer der Niederlassung der Gemeinschaft in Emmaus-Nikopolis zwischen Jerusalem und Tel Aviv. Der Dialog mit dem Judentum liegt ihm besonders am Herzen. Zu seinen Erwartungen zum Papstbesuch im Heiligen Land äußerte er sich gegenüber dem Nahostkorrespondenten dieser Zeitung, Oliver Maksan.
Pater Franz von Sales
| Pater Franz von Sales

 

Pater Franz von Sales
| Pater Franz von Sales

Der Papstbesuch im Heiligen Land wird ein Erfolg, wenn ...

alle, die beteiligt sind in den Vorbereitungen und dann in der konkreten Umsetzung, sich dafür einsetzen, dass es ein Erfolg wird, und zweitens wenn die Medien von der Person und Botschaft von Papst Franziskus begeistert werden.

Der wichtigste Beitrag der katholischen Kirche im Heiligen Land besteht derzeit darin, ...

Zeugnis vom auferstandenen lebendigen Christus zu geben und die mahnende Stimme für Gerechtigkeit und Versöhnung zu sein.

Die Friedensappelle der Päpste haben in den vergangenen Jahren ...

Mut und Hoffnung gegeben und somit geistliche Stütze, um auf dem langen Weg der Friedensstifter weiterzugehen und sich nicht entmutigen zu lassen.

Die Zukunft der Christen im Heiligen Land hängt davon ab, ...

sich einerseits als Minderheit aktiv in die verschiedenen Gesellschaften einbringen zu können und respektiert zu werden, andererseits auch davon, dass hier keine Fundamentalisten und religiöse Fanatiker den politischen Kurs bestimmen, weder in Israel noch Palästina, denn das sind ja die beiden konkreten Realitäten des sogenannten Heiligen Landes.

Den Exodus der Christen aus dem Heiligen Land aufzuhalten kann gelingen, ...

wenn eine friedvolle, gerechte Zukunftsperspekive für die Menschen hier besteht.

Sichtbare Früchte des interreligiösen Dialogs sind, ...

dass es Treffen gibt auf ganz verschiedenen Ebenen, die die Menschen wieder zusammenbringen, dass sie sich als Menschen begegnen.....

Mit Blick auf den politischen Konflikt setzte ich Hoffnungen in ...

Christus alleine.

Dem ökumenischen Dialog im Heiligen Land traue ich zu ...

weiterzugehen auf einem Weg der Brüderlichkeit und der Einheit in der Verschiedenheit, da ja gerade hier so viele Kirchen repräsentiert sind.

Beim Anblick der Mauer ...

welcher Mauer? Der Klagemauer, der Trennmauer? Der menschlichen Mauern hier im Land durch Ideologie und Fanatismus und Unkenntnis?

Zu den sinnvollsten Projekten im Heiligen Land zähle ich ...

alle Projekte, die eine gemeinsame Zukunft der Menschen hier unterstützen und fördern, vor allem in der Ausbildung der Kinder und Jugendlichen.

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