Im Dienste des Herrn

Dominikus Schwaderlapp zum Bischof geweiht

Köln (mm) Die Erzdiözese Köln freut sich über einen neuen Weihbischof. Im bis auf den letzten Stehplatz vollbesetzten Dom wurde am Sonntag der bisherige Kölner Generalvikar Dominikus Schwaderlapp zum Bischof geweiht. Erzbischof Kardinal Meisner leitete die Weihezeremonie, bei der er Schwaderlapp die Hände auflegte und ihm Bischofsstab, Mitra, Bischofsring und Brustkreuz als Zeichen des bischöflichen Amtes überreichte. Die gemeinsame Anrufung des Heiligen Geistes durch die große Gemeinde sowie die Anwesenheit und Handauflegung von acht Bischöfen aus dem In- und Ausland – darunter Erzbischof Kardinal Woelki/Berlin, der Vorgänger des Neugeweihten – und zehn Weihbischöfen machten die Bedeutung dessen erfahrbar, was Kardinal Meisner in seiner Festpredigt als „die gnadenhafte Eingliederung in die apostolische Sukzession“ bezeichnete: „Die Bischofsweihe ist die ureigene Tat Gottes: Christus weiht, Christus heiligt, Christus konsekriert.“ Es gehe um die Nachfolge, die durch die Jahrtausende auf die Apostel zurückgehe und so letztlich bei Christus selbst anknüpfe.

Meisner betonte in seiner Predigt die Verbundenheit eines Bischofs mit Rom. „Mit seiner inneren und äußeren Einheit mit dem Papst steht und fällt ein katholischer Bischof.“ Nicht nur die Kirche würdig repräsentieren, in den Medien eine gute Figur machen und bewegend predigen solle ein Bischof. Viel wichtiger sei, dass in seinem Herzen die Sehnsucht Gottes nach dem Menschen und das Heimweh des Menschen nach Gott brenne. Der Bischof stehe ganz im Dienste des Herrn.

Sichtlich bewegt bekräftigte der neue Weihbischof gegenüber der großen Festgemeinde sein „Ich bin bereit“: Dass er diese Worte sagen könne, verdanke er dem Vertrauen Papst Benedikts XVI., welches ihm Auszeichnung und Anspruch zugleich sei, sowie seinem „geistlichen Vater“, Kardinal Meisner, dessen Frömmigkeit und priesterliche Lebenshaltung, sein Mut zum Bekenntnis und Zeugnis ihm Orientierung und Ansporn sei. Mit Dankbarkeit sprach der Neugeweihte auch seine zahlreich anwesende Familie an, die anlässlich seiner Bischofsweihe „ein Drittel des Hauptschiffes“ im Kölner Dom einnehme und der er nicht nur seinen Glauben verdanke, sondern die auch die menschliche Basis seines Lebens sei.

Weihbischof Schwaderlapp wird sich von nun an um die knapp 800 000 Katholiken im Nordteil des Kölner Erzbistums kümmern. Der Pastoralbezirk Nord umfasst die Landeshauptstadt Düsseldorf sowie die Städte Wuppertal, Solingen, Remscheid, den Rhein-Kreis Neuss, den Kreis Mettmann und den Oberbergischen Kreis. Darüber hinaus wurde der neuen Weihbischof beauftragt mit dem Bischofsvikariat für die Ausbildung der ständigen Diakone und dem Bischofsvikariat für geistliche Berufungen und geistliche Gemeinschaften. Letztere sind Schwaderlapp zufolge „eine Antwort des Heiligen Geistes auf die geistlichen Nöte unserer Zeit“.

Themen & Autoren

Kirche