„Humanae Vitae“: Papst bekräftigt Position Pauls VI.

Vatikanstadt (DT/KAP) Papst Benedikt XVI. hat die Ablehnung von künstlicher Empfängnisverhütung durch die katholische Kirche bekräftigt. Solche Methoden verletzten „die innerste Wahrheit der ehelichen Liebe“, schreibt der Papst am Freitag an die Teilnehmer eines Kongresses in Rom zur Enzyklika „Humanae Vitae“. Das päpstliche Rundschreiben über die eheliche Liebe und die Würde von Mann und Frau war vor 40 Jahren durch Paul VI. veröffentlicht worden. Als zulässige Methode der Empfängnisverhütung nannte Benedikt XVI. die Ermittlung der natürlichen Fruchtbarkeitsphase der Frau. Zugleich sprach er von Schwierigkeiten vieler Menschen, die Botschaft der Kirche zu verstehen, die doch die „Schönheit der ehelichen Liebe in ihrem natürlichen Ausdruck verteidigt“. Ein technischer Ansatz auch in bedeutenden menschlichen Fragen erscheine oft als die einfachste Lösung. Sie verdecke jedoch die eigentliche Frage nach dem Sinn der menschlichen Sexualität, die Ausdruck persönlicher Liebe sei. In der Enzyklika „Humanae Vitae – Über die rechte Ordnung der Weitergabe des menschlichen Lebens“ vom 25. Juli 1968 entfaltete der damalige Papst Paul VI. eine ganzheitliche Sicht des Menschen. Heftig kritisiert werden bis heute jene Passagen, in denen die künstliche Empfängnisverhütung abgelehnt wurde und katholischen Ehepaaren ausschließlich natürliche Methoden zur Familienplanung erlaubt werden.

Themen & Autoren

Kirche