Hildesheim: Homeyer am Wochenende beigesetzt

Hildesheim (DT/KNA) Über tausend Trauergäste haben am Wochenende Abschied vom ehemaligen Hildesheimer Bischof Josef Homeyer genommen. Nach dem Auferstehungsamt wurde er in der Hildesheimer Basilika St. Godehard beigesetzt. Zu der Zeremonie kamen nach Bistumsangaben mehr als fünfzig Bischöfe und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). Homeyer war Ende März im Alter von 80 Jahren nach einer Operation überraschend gestorben. Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heinrich Mussinghoff aus Aachen, sagte, Homeyer habe nie den Blick für die Menschen verloren. Zugleich habe er sich gekonnt in den großen Zusammenhängen des kirchlichen, gesellschaftlichen und politischen Lebens bewegt. Homeyer habe sich maßgeblich an wichtigen Entscheidungen beteiligt. Sein Nachfolger auf dem Hildesheimer Bischofsstuhl, Norbert Trelle, erinnerte an die Erfahrungen, die der Verstorbene am Ende des Zweiten Weltkrieges gemacht habe. „Sie wurden zur permanenten Antriebskraft für seine Glaubensverkündigung bei den Menschen, für seinen Dienst der Versöhnung unter den Völkern Europas, für sein Bemühen um weltweite Partnerschaften“, so Trelle. Das Bistum sei dankbar für diesen Bischof und gebe ihn nun zurück „in die Hände Gottes“. Homeyer war von 1983 bis 2004 Bischof von Hildesheim. Der 69. Bischof der Diözese wurde 1929 in Harsewinkel im Kreis Gütersloh in einer Bauernfamilie geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Münster und Innsbruck und empfing 1958 in Münster die Priesterweihe. 1972 wurde Homeyer Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz.

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