Hanke: Bischöfe halten sich bei KU noch zurück

Ingolstadt (DT/KNA) Mit ihrem Wunsch nach breiterer Förderung durch die Kirche in Deutschland muss sich die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) offenbar weiter gedulden. „Im Moment“ sei in der Deutschen Bischofskonferenz „keine Bereitschaft für eine Pauschalunterstützung da“, sagte der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke dem „Donaukurier“ (Freitag) in Ingolstadt. Zumindest aber könne über ein solches Engagement inzwischen diskutiert werden. „Vor zehn Jahren wäre das nicht möglich gewesen.“ Man könnte sich allerdings „im derzeitigen Stadium entschließen, projekt- oder fachbezogen zur Profilierung beizutragen“, deutete der Bischof eine Möglichkeit an. Hanke widersprach dem Eindruck, er sei vor Jahren als Stiftungsratsvorsitzender der KU zugunsten des Münchner Kardinals Reinhard Marx „abserviert“ worden. Vielmehr habe er eine „Strukturreform angeleiert“, die Deutschlands einzige katholische Universität „dem Odium der Provinzialität“ habe entheben sollen. Die KU wird von allen sieben bayerischen Bistümern getragen und erheblich finanziell unterstützt. Der Eichstätter Bischof sagte, er habe Marx als Vorsitzenden der Freisinger Bischofskonferenz bedrängt, für die Universität entsprechend Verantwortung zu übernehmen. Inzwischen ist für die bayerischen Bischöfe der Augsburger Weihbischof Anton Losinger der höchste Trägervertreter der KU.

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