Großbritannien: Medien kritisieren Brady

London (DT/KNA) Britische Medien geben zunehmend kritischen Stimmen zum Besuch von Papst Benedikt XVI. Mitte September Raum. Neue Kritik richtete sich am Dienstag gegen die Ankündigung des irischen Kardinals Sean Brady (71), den Papst auf seiner Reise begleiten zu wollen. Der Vorsitzende der Irischen Bischofskonferenz war im Zuge des Missbrauchsskandals unter Druck geraten. Die Tageszeitung „Daily Telegraph“ spekuliert, Bradys Entscheidung werde in England die Proteste während der Papstreise verschärfen. Das Blatt zitiert den Vorsitzenden der Nationalen Säkularen Gesellschaft, Terry Sanderson, mit den Worten, die Ankündigung Bradys spiegele die „Arroganz“ wider, „die so vielen in der Hierarchie der katholischen Kirche zu eigen“ sei. Sollte der Papst dem irischen Kardinal erlauben, ihn zu begleiten, käme dies einer „wortlosen Billigung“ seines Verhaltens gleich, so Sanderson. Jemand wie Brady dürfe nicht in seinem Amt verbleiben.

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16.09.2021, 13 Uhr
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