Graumann: Papst zeigt Versöhnungswillen

Berlin (KNA) Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, ist „vom absoluten Versöhnungswillen des Papstes“ fest überzeugt. „Wir wissen, dass er den Prozess der Versöhnung zwischen dem Vatikan und dem Judentum, der in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht hat, bereits vor seiner Wahl zum Oberhaupt der katholischen Kirche persönlich immer gefördert und an der Seite seines Amtsvorgängers, Johannes Paul II., mitgetragen hat“, betonte Graumann in der Zeitung „Jüdische Allgemeine“. Ausdrücklich würdigte er Benedikts „klare Absage an jede Judenmission und seine Zurückweisung des alten Vorwurfs des ,Gottesmordes‘ durch die Juden“. Dies fördere Vertrauen und Zuversicht. Graumann sprach sich dafür aus, den christlich-jüdischen Dialog „noch erheblich“ zu verstärken. Dies sei auch vielen Katholiken „eine wirkliche Herzensangelegenheit“. Die Kontakte zwischen der jüdischen Gemeinschaft und der katholischen Kirche hierzulande seien „besonders vielfältig, vertrauensvoll und eng“. Es gelte nun, den Dialog noch weiter zu vertiefen, „der als Gespräch unter Gleichen von Respekt und von Akzeptanz geprägt ist“. Im Blick auf das am 22. September in Berlin geplante Treffen des Papstes mit dem Zentralrat äußerte Graumann die Erwartung „neuer Zeichen für die Weiterentwicklung und die Vertiefung des Dialogs mit der katholischen Kirche“.

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