„Gekreuzigter Frosch“ ruft Unmut bei Kirchen hervor

Berlin (DT/KNA) Der „gekreuzigte Frosch“ des Künstlers Martin Kippenberger (1953-1997) hat jetzt auch in Berlin Unmut bei den Kirchen hervorgerufen. Für ihn sei das Kunstwerk ein Ärgernis, erklärte der Künstlerseelsorger des Erzbistums Berlins, der Salesianer Thomas Astan, in der „Bild“-Zeitung (Montag). Die evangelische Kirche äußerte sich zurückhaltender. „Es könnte sein, dass dieses Kunstwerk die religiösen Gefühle von Menschen verletzt“, so der Pressesprecher der evangelischen Berliner Kirche, Volker Jastrzembski. Es gelte aber auch die Freiheit der Kunst. Seit Donnerstag hängt der etwa ein Meter große „gekreuzigte Frosch“ im Museum für Gegenwarts-Kunst „Hamburger Bahnhof“. Ein weiteres Exemplar hing bis September im Bozener Museum für moderne und zeitgenössische Kunst und sorgte dort für Kritik bei Kirchenvertretern und Politikern. Anfang August erreichte die Polemik um den „gekreuzigten Frosch“ auch den Südtirol-Besuch des Papstes. Damals trat der Landtagsabgeordnete Franz Pahl von der Südtiroler Volkspartei vor dem Museum in einen Hungerstreik, um die Entfernung der Skulptur vor Ankunft des Papstes zu erzwingen.

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