Fulda: Eröffnung der Bonifatiuswallfahrten

Fulda (DT/bpf) Vor einer Vereinnahmung der Kirche durch gesellschaftliche Mentalitäten und Meinungen hat der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst am Sonntag bei der feierlichen Eröffnung der Bonifatiuswallfahrten vor rund 14 000 Gläubigen in Fulda gewarnt. Dabei ging er auf die krisenhafte Situation der Kirche ein. „Es ist eine Zeit mit Meinungen und Mentalitäten, die versuchen, der Kirche Gottes ,habhaft‘ zu werden, sie anzugleichen, damit sie nicht mehr quer steht zu dem, was Politiker und Potentaten wollen.“ Gegen solche Bestrebungen habe Bonifatius auf eine innere Kirchenreform gesetzt. Innere Erneuerung könnte nicht über Strukturreformen erreicht werden. Angesicht der Versuchung zur Hysterie und der geäußerten Meinungen sei es schwer, sich mit der gebotenen Einsicht und notwendiger Differenzierung den wirklichen Problemen zu stellen. Unter den Pilgern waren rund 800 Ministranten, mehrere hundert Mitglieder des Cartellverbandes katholischer Studenten und Christen aus Uganda und Nigeria.

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