Freude am Glauben auf Grundlage des christlichen Menschenbildes

Kongress "Freude am Glauben"
Foto: Bert Bostelmann (KNA) | Am zweiten Tag des Kongresses gab Manfred Spieker Einblicke in die heutige Reproduktionsmedizin. Leitend war die Frage: Wohin führt die assistierte Reproduktion?

Der zweite Tag auf dem Kongress „Freude am Glauben“ begann mit einer Heiligen Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus in der Fuldaer Stadtpfarrkirche St. Blasius.

Der Vormittag setzte sich fort mit einem geistlichen Vortrag zum Thema „Das Menschenbild bei den östlichen Kirchenvätern. Eine Ökologie des Menschen“. Der Wiener Pater Martin Mayerhofer FSO sprach über die christliche Anthropologie des Basilius von Cäsarea und der heiligen Sehnsucht („sanctum desiderium“) von Mann und Frau nach gegenseitiger Hingabe.

Theologie durchaus lebensdienlich

Dass Theologie durchaus lebensdienlich relevant ist, machte Mayerhofer, der als Dozent an der Hochschule Heiligenkreuz tätig ist, deutlich, indem er eine Brücke schlug zu seiner pastoralen Arbeit als Hochschulseelsorger in Wien. Viele junge Menschen suchen heutzutage in einer One-Night-Stand-Kultur nach der verloren gegangenen Selbstachtung und „dem richtigen Stolz“, der nur in der Ausrichtung auf Maria zu finden sei.

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Manfred Spieker gab anschließend Einblicke in die heutige Reproduktionsmedizin. Leitend war die Frage: Wohin führt die assistierte Reproduktion? Auf dem Fundament der katholisches Glaubenslehre stehend sprach sich der Consultor des Päpstlichen Rates Justitia et Pax dafür aus, dass menschliche Fortpflanzung mehr sei als ein technisches Verfahren.

„Dass Mann und Frau sich danach sehnen, miteinander Vater und Mutter zu werden, ist Teil der menschlichen, geschlechtsbezogenen Identität.“ Mit Blick auf den weltweiten Leihmutterschaftsmarkt betonte Spieker, dass ein Kind immer mehr sei als das Produkt einer technischen Vernunft.

DT/bwi

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