Französcher Kardinal ruft zur Zusammenarbeit von Christen und Muslimen auf

Der französische Kardinal Jean-Louis Tauran hat Christen und Muslime dazu aufgerufen, gemeinsame religiöse und moralische Werte in Erinnerung zu rufen und diese zur Grundlage für friedliche Beziehungen zu machen.
Ramadan - Syrien
Foto: Anas Alkharboutli (dpa) | 18.05.2018, Syrien, Idlib: Muslime lesen gemeinsam vor der Moschee Maarat al-Numan den Koran bevor das Fasten für den Tag beendet ist. Auf der ganzen Welt ist für Muslime der Fastenmonat Ramadan.

Der französische Kardinal Jean-Louis Tauran hat Christen und Muslime dazu aufgerufen, gemeinsame religiöse und moralische Werte in Erinnerung zu rufen und gleichzeitig Differenzen anzuerkennen. Dies erklärte der Vorsitzende des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog in einer Botschaft anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan. Weiter betonte Tauran, eine konkurrierende Haltung zwischen Christen und Muslimen fördere den Eindruck, dass Religionen Spannungen und Gewalt verursachten, anstatt Quelle des Friedens zu sein.

„Indem wir uns unsere Gemeinsamkeiten bewusst machen und gleichzeitig unsere legitimen Differenzen mit Respekt betrachten, können wir nachdrücklicher eine solide Grundlage für friedliche Beziehungen schaffen“, so Kardinal Tauran. Aus Konkurrenz und Konfrontation könnte dann eine „effektive Kooperation für das gemeinsame Wohl“ entstehen.

Die alljährliche Botschaft zum Ramadan, der vergangene Woche begann, trägt den Titel „Christen und Muslime: Von Konkurrenz zu Zusammenarbeit“. Darin würdigte Kardinal Tauran auch „die großen Bemühungen von Muslimen auf der ganzen Welt, zu fasten, zu beten und die Gaben des Allmächtigen mit den Armen zu teilen“.

Weitere Artikel
Mann liest den Koran während des Fastenmonats Ramadan
Gottesnähe

Augenöffner für Muslime Premium Inhalt

Der Ramadan hat begonnen. Eine Zeit, in der die Muslime einem Gott näher kommen wollen, der doch immer verborgen bleibt.
24.04.2021, 11  Uhr
Annalia Machuy
Debatte um Wassermarke Évian
Paris

Ramadan: Tweet von Évian löst Empörung aus Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung

Die berühmte französische Flaschenwasser-Marke Évian löste einen Sturm der Empörung bei Muslimen aus, weil sie am ersten Tag des Ramadan für das Trinken von Wasser geworben hatte.
14.04.2021, 17  Uhr
Meldung
Themen & Autoren
Christen Erinnerungen Ethik und Moral Kardinäle Muslime Ramadan

Kirche