Fakultäten stehen vor tiefgreifendem Wandel

Köln (DT/KNA) Die katholischen Fakultäten in Deutschland stehen nach den Worten des Trierer Theologen Gerhard Krieger vor einem tiefgreifenden Wandel. Angesichts sinkender Studentenzahlen müsse man prüfen, „wie wir die vorhandenen Kräfte konzentrieren können“, sagte Krieger am Montag dem Kölner domradio. Zwar sei der Staat verpflichtet, zur Priesterausbildung katholisch-theologische Fakultäten zu unterhalten, erläuterte der Professor für Philosophie und Philosophiegeschichte an der Theologischen Fakultät Trier. Aber wenn diese Zahl auf ein bestimmtes Minimum zurückgehe, stelle sich „die Frage, ob ein Bischof bereit ist, seine Priester an der Fakultät ausbilden zu lassen“. Dies habe dann auch Konsequenzen für eine Fakultät als Ganzes. Nach Ansicht von Krieger hat der Schwund bei den Studierenden und Promovenden auch damit zu tun, dass es für junge Menschen weniger attraktiv geworden ist, für die Kirche zu arbeiten. Ein Grund liege in den Berufsaussichten. Manche potenzielle Kandidaten würden auch durch die Einstellungspraxis in den Bistümern abgeschreckt, „wo man nicht genau absehen kann, auf was man sich da einlässt“.

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