Ex-Priester vom Vorwurf des Völkermords freigesprochen

Arusha (DT/KNA) Ein ehemaliger Priester ist vom Internationalen UN-Tribunal für Ruanda (ICTR) von dem Vorwurf freigesprochen worden, am Völkermord im Jahr 1994 beteiligt gewesen zu sein. Es habe keine ausreichenden Beweise für die Schuld von Hormisdas Nsengimana gegeben, teilte das Gericht am Dienstag in Arusha mit. Das Tribunal sprach den ehemaligen Priester auch von dem Vorwurf des Mordes und des Verbrechens gegen die Menschlichkeit frei und ordnete seine sofortige Freilassung an. Nsengimana war im Jahr 2002 verhaftet worden, da man ihn mit der Planung und Umsetzung des Völkermords an den Tutsi und gemäßigten Hutu in der ruandischen Provinz Butare in Verbindung gebracht hatte. Die Anklage hatte ihm den Tod verschiedener Tutsi-Priester, eines Richters und zahlreicher weiterer Opfer vorgeworfen. Während des Völkermords von 1994 waren binnen drei Monaten zwischen 500 000 und 800 000 Tutsi und gemäßigte Hutu von radikalen Hutu-Milizen ermordet worden. Zahlreiche Massaker fanden dabei auch in Kirchen statt.

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