Evangelische Lebensschützer appellieren an EKD-Synode

Ulm (DT/idea) Die evangelische Kirche soll sich von einer Schwangerschaftskonfliktberatung verabschieden, bei der Bescheinigungen zur straffreien Abtreibung ausgestellt werden. Durch eine Reform der Beratung und wirksamere Hilfe für Schwangere in Notlagen könne man das Ausstellen von Beratungsscheinen entbehrlich machen. Mehr als 19 400 Unterschriften mit dieser Forderung hat der Vorsitzende des Gemeindehilfsbunds, Pastor Joachim Cochlovius (Walsrode), auch im Namen des Gemeindenetzwerks am Mittwoch in Ulm den Vizepräsides der EKD-Synode, Günther Beckstein und Klaus Eberl, übergeben. Auch fünfzehn Jahre nach Inkrafttreten des Schwangerschaftskonfliktgesetzes werde jedes Jahr eine Großstadt ungeborener Kinder – nämlich weit über hunderttausend Menschen – im Mutterleib getötet, so die Initiative. Die Unterzeichner rufen dazu auf, die Teilhabe der Evangelischen Kirche Deutschlands und Mitwirkung der Diakonischen Werke an der Schwangerschaftskonfliktberatung grundlegend zu überprüfen. Außerdem solle eine intensive Diskussion in den Gemeinden, in der Diakonie und in kirchlichen Gremien über eine Reform der Beratung in Gang gesetzt werden. Es gehe nicht um Strafe oder Straffreiheit, sondern um wirksame Hilfe für alle Beteiligten. Günther Beckstein versprach, das Anliegen im Präsidium der Synode zur Sprache zu bringen.

Themen & Autoren

Kirche

Papst in Budapest
Budapest
Umkehr: Die wahre Reform der Kirche Premium Inhalt
In Budapest wurde die Tiefendimension der Kirche sichtbar: Mit Blick auf Christus ist sie jung, dynamisch, fröhlich, ökumenisch, missionarisch und attraktiv. Ein Kommentar.
16.09.2021, 13 Uhr
Stephan Baier