Erzbischof Schick würdigt Edith Stein

Schillingsfürst (DT/KNA) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat Edith Stein (1891–1942) als Impulsgeberin für Menschenwürde und Menschenrechte gewürdigt. Die Heilige sei für ihre Überzeugungen entschieden eingetreten, sagte Schick am Montag bei der Namensverleihung in der katholischen Realschule in Schillingsfürst. Die Namensgeberin habe sich für die Frauenrechte sowie die Menschenrechte und gegen den Rassenwahn der Nazi-Ideologie eingesetzt. In diesem Sinne sei Edith Stein eine gute Politikerin gewesen. Ein neuer Schulname wurde notwendig, weil sich die ehemalige Mädchenrealschule seit diesem Schuljahr auch für Jungen geöffnet habe. Das Erzbistum hatte die Einrichtung von den Armen Schulschwestern übernommen. Schon als Schülerin habe sich Edith Stein für Lernstoffe interessiert, erklärte Schick. Die Schüler in Schillingsfürst sollten sich deshalb auch für die Themen des Unterrichts interessieren und nicht für die Noten lernen. Als Phänomenologin habe Edith Stein später tiefgründige Fragen gestellt und sei den Dingen auf den Grund gegangen, so der Erzbischof weiter. Durch die modernen Technologien sei die Welt heute in vielen Bereichen schnelllebig und oberflächlich geworden. Das Staunen und Fragenstellen sei verloren gegangen, kritisierte Schick. Es müsse aber wieder mehr gefragt und nach der Wahrheit sowie den Zusammenhängen für das Lehren und Lernen sowie das Leben allgemein gesucht werden.

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