Erzbischof Marx: Papst hat „richtigen Ton gefunden“

Rom (DT/KNA) Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx hat die Aussagen von Papst Benedikt XVI. zum Thema Missbrauch beim Abschluss des Priesterjahrs gelobt. „Ich glaube der Papst hat den richtigen Ton gefunden“, sagte Marx am Sonntag in Rom im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Er habe das Thema nicht zum Zentrum des Treffens gemacht, aber es auch nicht verschwiegen. Wie in den vergangenen Monaten schon mehrfach habe Benedikt XVI. „deutlich gemacht, dass die Kirche auf diese dunklen Seiten schauen muss. Dies hat er in einer Art und Weise getan, die nach vorne weist.“ Der Papst habe den Priestern eine positive Botschaft vermittelt, die „den Blick auf die Zukunft und die Erneuerung richtet, ohne die Verfehlungen der Vergangenheit auszublenden“, betonte Marx. Das Abschlusstreffen zum internationalen Priesterjahr im Vatikan sei ein „sehr ermutigendes Miteinander“ gewesen und ein „großes Erlebnis, das geistlich und menschlich zusammengeführt“ habe. In dem Interview räumte der Münchner Erzbischof ein, anfangs etwas skeptisch gewesen zu sein gegenüber der Initiative des Priesterjahrs. Diese Bedenken hätten sich jedoch für ihn selbst rasch als „kleinlich“ herausgestellt. Marx habe jetzt die Erfahrung gemacht, dass die Priester dankbar dafür seien, dass ihr Dienst durch die Initiative des Papstes eine besondere Wertschätzung erfahren habe.

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