Erzbischof kritisiert Frauen-Feiertag

Berlin (KNA) Der Berliner Erzbischof Heiner Koch kritisiert die Einführung des Internationalen Frauentags als gesetzlichen Feiertag in der Hauptstadt. „Ich habe noch nie erlebt, dass erst feststeht, dass es einen neuen staatlichen Feiertag geben wird, und man erst danach überlegt, was man an diesem Tag denn eigentlich feiern oder bedenken will“, sagte Koch am Wochenende im im rbb.

Zudem sei die Meinung der Bevölkerung nicht berücksichtigt worden, die meisten Berliner hätten sich in Umfragen „für das Reformationsfest oder den 9. November mit seinen so bedeutsamen und für uns alle wichtigen Erinnerungsinhalten“ als zusätzlichen Feiertag ausgesprochen. Dies habe das rot-rot-grüne Regierungsbündnis aber nicht umstimmen können: „So viel Basisdemokratie scheint wohl doch nicht gefragt, wenn sie gegen das eigene Wählerpotenzial steht.“ Sich für die Freiheit von Frauen einzusetzen, sei eine wichtige Aufgabe, „zu der wir auch als Christen stehen“, betonte Koch weiter. Das müsse aber auch für Frauen gelten, die sich für eine Lebensweise entscheiden, die der Mainstream eher als altmodisch ansehe.

Weitere Artikel
Themen & Autoren
Basisdemokratie Erzbischöfe Feiertage Gesetze Kritik

Kirche

Synode
Synode
Synodalität als Stärkung der Kirche Premium Inhalt
Synodale Prozesse wecken derzeit sowohl Hoffnung als auch Sorgen. Doch was zeichnet den „gemeinsamen Weg“ aus? Zehn biblische Anregungen für synodale Gespräche.
20.09.2021, 19 Uhr
Martin Baranowski
Schwules Paar
Rezension
Eine Wegweisung im LGBTIQ - Dschungel Premium Inhalt
Daniel Mattson legt in seinem autobiografischen Buch "Warum ich mich nicht als schwul bezeichne" tiefe Gedanken über Sexualität, persönliche Freiheit und die Lehre der Kirche vor.
19.09.2021, 17 Uhr
Barbara Stühlmeyer