EKD-Ratsvorsitzender Schneider trifft Pontifex

München (DT/KNA) Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, wird am Montag Papst Franziskus treffen. Er werde dem Papst zu seiner Wahl gratulieren und mit ihm über Fragen der Ökumene sprechen, sagte Schneider im Bayrischen Rundfunk (Bayern 2) am Freitag in München. Ein Thema könnte auch das Reformationsgedenken im Jahr 2017 sein, so Schneider weiter. Es sei nach wie vor offen, wie „wir uns dazu als Gemeinschaft verhalten“. Martin Luthers (1483–1546) Thesenanschlag an der Wittenberger Schlosskirche im Jahr 1517 gilt als Beginn der Reformation. Der Ratsvorsitzende beurteilte die ersten Auftritte und Gesten von Papst Franziskus als „erfrischend und ermutigend“. Es sei wichtig, den Menschen Anstöße zu geben und immer wieder auch Dinge in Frage zu stellen. Er hoffe, dass es dem Oberhaupt der katholischen Kirche auch gelinge, dem schwer durchschaubaren System Vatikan seine eigene Prägung zu verleihen. Schneider bricht am Samstag zu einer mehrtägigen Reise nach Rom auf.

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