„Einheit kann nicht zerstört werden“

Ökumene, Dialog und Kirchenverständnis: Im Wortlaut der Beschluss des jüngsten Heiligen und Großen Konzils der Orthodoxen Kirchen auf Kreta
Foto: KNA | Von den Dokumenten, die auf dem Konzil der Orthodoxen Kirche verabschiedet wurden, mussten alle in mehreren Sprachen von jedem der über 200 Bischöfe unterschrieben werden.

Vom 19. bis 26. Juni tagte das Heilige und Große Konzil der Orthodoxen Kirchen auf der griechischen Insel Kreta. Zehn der 14 autokephalen Kirchen nahmen daran teil. Abwesend waren Vertreter Russlands, Antiochiens, Georgiens und Bulgariens. Wir dokumentieren den Beschluss des Konzils nach einer KNA–Veröffentlichung.

1. Die Orthodoxe Kirche als die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche glaubt in tiefem kirchlichen Selbstbewusstsein fest, dass sie einen zentralen Platz im Prozess der Bewegung zur Einheit der Christen in der gegenwärtigen Welt innehat.

2. Die Orthodoxe Kirche gründet ihre Einheit auf der Tatsache ihrer Gründung durch unseren Herrn Jesus Christus und der Gemeinschaft in der heiligen Dreiheit und in den Mysterien. Diese Einheit drückt sich in der apostolischen Sukzession und der patristischen Überlieferung aus, und die Kirche lebt sie bis heute. Die Orthodoxe Kirche hat die Mission und Verpflichtung, die in der Heiligen Schrift und der heiligen Überlieferung enthaltene Wahrheit in Fülle weiterzugeben und zu verkünden, welche der Kirche ihren katholischen Charakter gibt.

3. Die Verantwortung der Orthodoxen Kirche und ihre weltweite Mission im Hinblick auf die Einheit wurden durch die Ökumenischen Konzilien ausgedrückt. Sie haben besonders die untrennbare Verbindung zwischen dem rechten Glauben und der Gemeinschaft in den Mysterien unterstrichen.

4. Indem sie unablässig für die „Einheit aller“ betet, hat die Orthodoxe Kirche immer den Dialog mit den von ihr Getrennten gefördert, mit den Nahen und Fernen, und eine führende Rolle bei der gegenwärtigen Suche nach Wegen und Möglichkeiten der Wiederherstellung der Einheit der an Christus Glaubenden eingenommen und an der ökumenischen Bewegung vom Augenblick ihrer Entstehung Anteil genommen und ihren Beitrag zu ihrer Ausformung und weiteren Entwicklung geleistet. Außerdem hat die Orthodoxe Kirche, der der Geist der Ökumenizität und Menschenliebe eigen ist, in Übereinstimmung mit dem göttlichen Wollen, „dass alle Menschen gerettet werden und die Erkenntnis der Wahrheit erlangen“ (1 Tim 2, 4), sich immer um die Wiederherstellung der Einheit der Christen bemüht. Von daher ist die Mitwirkung der Orthodoxen in der Bewegung für die Wiederherstellung der Einheit mit anderen Christen in der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche in keiner Weise der Natur und Geschichte der Orthodoxen Kirche fremd; es ist dies der Ausdruck des apostolischen Glaubens und der Überlieferung in neuen historischen Umständen.

5. Die gegenwärtigen bilateralen theologischen Dialoge, welche die Orthodoxe Kirche heute führt, wie auch ihre Teilhabe an Bewegungen zur Wiederherstellung der Einheit der Christen, gründen auf ihrem orthodoxen Selbstverständnis und auf dem Geist der Ökumenizität und haben die Suche nach der verlorenen Einheit der Christen auf der Basis des Glaubens und der Überlieferung der Alten Kirche der sieben Ökumenischen Konzilien zum Ziel.

6. Die Einheit, welche der Kirche gemäß ihrer eigenen ontologischen Natur eigen ist, kann nicht zerstört werden. Trotzdem akzeptiert die Orthodoxe Kirche den historischen Namen anderer nichtorthodoxer christlicher Kirchen und Konfessionen, glaubt aber zugleich, dass ihre Beziehungen mit ihnen auf einer sehr baldigen und richtigeren Klärung der gesamten ekklesiologischen Thematik durch diese aufgebaut sein müssen, besonders auf dem Feld der Lehre von den Mysterien, der Gnade des Priestertums und der apostolischen Sukzession im Ganzen. Indem sie so von theologischen und pastoralen Vorstellungen ausgeht, schaut sie wohlwollend und positiv auf den Dialog mit anderen Christen sowohl auf bilateraler wie multilateraler Ebene und auf die Teilhabe an der ökumenischen Bewegung der jüngeren Zeiten, indem sie glaubt, dass sie solchermaßen ein aktives Zeugnis von der Fülle der christlichen Wahrheit und von ihren geistlichen Schätzen gegenüber jenen ablegt, die sich außerhalb von ihr befinden und ein objektives Ziel verfolgt, nämlich den Weg zur Einheit zu bereiten.

7. Im Licht des oben dargelegten Verständnisses nehmen alle lokalen heiligen Orthodoxen Kirchen heute aktiven Anteil an offiziellen theologischen Dialogen, und die Mehrheit auch an der Arbeit verschiedener nationaler, regionaler und internationaler interchristlicher Organisationen, unbeschadet der sich entwickelnden tiefen Krise in der ökumenischen Bewegung. Diese vielseitige Tätigkeit der Orthodoxen Kirche erwächst aus dem Gefühl der Verantwortung und der Überzeugung, dass gegenseitiges Verstehen, Zusammenarbeit und gemeinsame Anstrengungen zur Erreichung der christlichen Einheit grundlegende Bedeutung haben, „damit wir dem Evangelium von Christus kein Hindernis bereiten“ (1 Kor 9, 12).

8. Die Orthodoxe Kirche übersieht im Dialog mit den anderen Christen natürlich nicht die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, sondern versteht, welche Hindernisse auf dem Weg zu einem gemeinsamen Verständnis der Überlieferung der Alten Kirche liegen. Sie hofft, dass der Heilige Geist, der „die ganze Versammlung der Kirche zusammenführt“ (Verse in der Vesper von Pfingsten), „das Mangelnde ergänzt“ (Gebet zur Cheirotonie). In diesem Geist baut die Orthodoxe Kirche in ihren Beziehungen zu der übrigen christlichen Welt nicht allein auf die menschlichen Kräfte der Teilnehmer an den Dialogen, sondern hofft gemäß der Gnade des Herrn, den sie bittet, „dass alle eins seien“ (Joh 17, 21), vor allem auf die Hilfe des Heiligen Geistes.

9. Die Teilhabe an den heutigen bilateralen theologischen Dialogen, von denen auf den panorthodoxen Versammlungen berichtet wurde, stellt das Resultat einer einstimmigen Entscheidung aller heiligen Orthodoxen Landeskirchen dar, deren Pflicht es ist, aktiv und beständig an ihrer Arbeit teilzuhaben, damit dem einmütigen Zeugnis der Orthodoxie zum Ruhme des dreieinen Gottes nichts entgegensteht. Wenn irgendeine Ortskirche beschließt, keine Vertreter für einen Dialog oder eine Session des Dialogs zu benennen und somit diese Entscheidung nicht panorthodox ist, wird in diesem Falle der Dialog fortgesetzt. Vor dem Beginn des Dialogs oder der Dialogsitzung muss die Abwesenheit einer Ortskirche sorgfältig von einer orthodoxen Kommission geprüft werden und so die Solidarität und Einheit der Orthodoxen Kirche zum Ausdruck gebracht werden. Bilaterale und multilaterale theologische Dialoge bedürfen von Zeit zu Zeit einer Bewertung auf panorthodoxer Ebene.

10. Probleme, die im Laufe der theologischen Diskussionen in gemischten theologischen Kommissionen auftauchen, stellen nicht immer einen hinreichenden Grund für eine einseitige Abberufung oder eine endgültige Einstellung der Mitwirkung irgendeiner orthodoxen Ortskirche dar. Als Regel sollte der Auszug einer Ortskirche aus dem Dialog auf der interorthodoxen Ebene vermieden werden und notwendige Anstrengungen auf interorthodoxer Ebene unternommen werden, dass die an diesem Dialog mitwirkende orthodoxe theologische Kommission vollständig ist. Wenn eine oder mehrere Orthodoxe Kirchen ihre Mitwirkung an der gemischten theologischen Kommission eines bestimmten Dialogs wegen ernsthafter ekklesiologischer, kanonischer, pastoraler und moralischer Begründung verweigern, so informiert diese Kirche oder diese Kirchen in Übereinstimmung mit der gesamtorthodoxen Praxis schriftlich den Ökumenischen Patriarchen und alle orthodoxen Kirchen über ihre Absage. Im Zuge einer anschließenden panorthodoxen Prüfung klärt der Ökumenische Patriarch den einstimmigen Konsens der Orthodoxen Kirchen in Bezug auf das weitere Vorgehen einschließlich der Möglichkeit einer Neubewertung des Fortschreitens des konkreten theologischen Dialogs, wenn dies übereinstimmend für unablässig gehalten wird.

11. Die Methodologie der Durchführung theologischer Dialoge ist ausgerichtet auf die Lösung traditioneller theologischer Unterschiede oder der Feststellung möglicher neuer Unstimmigkeiten und auf die Suche nach den gemeinsamen Elementen des christlichen Glaubens. Sie setzt eine entsprechende Information des kirchlichen Pleromas über die verschiedenen Etappen der Entwicklung des Dialogs voraus. Für den Fall, dass irgendein theologischer Unterschied sich als unüberwindbar erweist, wird der theologische Dialog fortgesetzt, aber die konstatierte Unstimmigkeit in einer konkreten Frage festgestellt und allen Orthodoxen Ortskirchen mitgeteilt, damit sie weitere nötige Aktionen unternehmen können.

12. Es ist offensichtlich, dass das allgemeine Ziel für alle theologischen Dialoge die letztendliche Wiederherstellung der Einheit im rechten Glauben und in der Liebe ist. Allerdings erlauben die existierenden theologischen und ekklesiologischen Differenzen, eine gewisse Hierarchie der Schwierigleiten, die auf dem Weg zur Erreichung des auf einer panorthodoxen Ebene aufgestellten Ziels existieren, aufzustellen. Die Spezifik der Probleme eines jeden bilateralen Dialogs setzt eine Differenzierung der in ihm verwandten Methoden voraus, aber nicht des Ziels, insofern dieses Ziel bei allen Dialogen ein und dasselbe ist.

13. Wenn nötig, muss man Anstrengungen auf die Koordination der Arbeit der verschiedenen interorthodoxen theologischen Kommissionen legen und berücksichtigen, dass auf diesem Gebiet die unzerstörbare ontologische Einheit der Orthodoxen Kirche eröffnet und verdeutlicht wird.

14. Ein jeder offiziell erklärte Dialog endet mit dem Abschluss der Arbeiten der entsprechenden gemischten theologischen Kommission, wenn der Vorsitzende der interorthodoxen Kommission dem Ökumenischen Patriarchen Bericht erstattet, der unter Zustimmung der Vorsteher der Orthodoxen Ortskirchen das Ende des Dialogs bekannt gibt. Kein Dialog kann als abgeschlossen betrachtet werden bis zu dem Moment, da auf einer panorthodoxen Ebene der Beschluss seiner Beendigung getroffen worden ist.

15. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Arbeiten eines theologischen Dialogs wird auf panorthodoxer Ebene der Beschluss über die Wiederherstellung der kirchlichen Gemeinschaft gefasst, der auf dem Konsensus aller Orthodoxen Ortskirchen beruhen muss.

16. Eines der wichtigsten Organe in der Geschichte der ökumenischen Bewegung ist der Weltkirchenrat. Einige Orthodoxe Kirchen waren unter seinen Gründern, und später sind alle seine Mitglieder geworden. Als ein strukturiertes interchristliches Organ erfüllt der Weltkirchenrat wie auch andere zwischenchristliche Organisationen und regionale Organe wie etwa die Konferenz Europäischer Kirchen und der Rat der Kirchen im Mittleren Osten, unbeschadet dessen, dass sie nicht alle christlichen Kirchen und Konfessionen einschließen, eine wichtige Aufgabe im Werk der Erreichung der Einheit der christlichen Welt. Die Georgische und die Bulgarische Orthodoxe Kirche sind aus dem Weltkirchenrat ausgetreten, die erste 1997, die zweite 1998. Sie haben ihre besondere Meinung zur Arbeit des Weltkirchenrates und nehmen daher nicht an den vom Weltkirchenrat und anderen interchristlichen Organisationen durchgeführten Dialogen teil.

17. Die Orthodoxen Ortskirchen, die Mitglieder des Weltkirchenrates sind, nehmen voll und gleichberechtigt teil in der Struktur des Rates und leisten mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln ihren Beitrag zum Zeugnis der Wahrheit und der Förderung der Einheit der Christen. Die Orthodoxe Kirche hat besonders die Entscheidung des Weltkirchenrates begrüßt, auf ihre Bitte hin eine Sonderkommission für die Orthodoxe Mitwirkung im Weltkirchenrat zu schaffen, was als Antwort auf die Forderung der Panorthodoxen Konferenz von Thessaloniki (1998) geschah. Die von der Sonderkommission bestätigten Kriterien, die von den Orthodoxen vorgelegt und vom Weltkirchenrat angenommen wurden, führten zur Schaffung einer ständigen Kommission zur Zusammenarbeit und zum Konsensus. Sie wurde für gut geheißen und aufgenommen in die Verfassung und Geschäftsordnung des Weltkirchenrates.

18. In Treue zu ihrer Ekklesiologie und gemäß ihrer inneren Struktur und der Lehre der Alten Kirche der sieben Ökumenischen Konzilien nimmt die Orthodoxe Kirche in organisatorischer Hinsicht an der Arbeit des Weltkirchenrates teil, nimmt aber bei weitem nicht die Idee einer „Gleichheit der Konfessionen“ an und kann auch nicht die Einheit der Kirche als einen interkonfessionellen Kompromiss annehmen. In diesem Sinne kann die Einheit, die der Weltkirchenrat anstrebt, nicht allein die Frucht theologischer Übereinkünfte sein, sondern muss die Frucht auch der Einheit des Glaubens sein, die im Mysterion bewahrt und in der Orthodoxen Kirche gelebt wird.

19. Die Orthodoxen Kirchen, die Mitglieder des Weltkirchenrates sind, betrachten für ihre Teilnahme im Weltkirchenrat jene grundlegende Bestimmung seiner Verfassung für unabdingbar, der zufolge seine Mitglieder nur jene Kirchen und Konfessionen sein können, die nach der Schrift Jesus Christus als Gott und Erlöser anerkennen und den Glauben an den in der Dreiheit verherrlichten Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist bekennen, gemäß dem Glaubensbekenntnis von Nizäa und Konstantinopel. Sie sind zutiefst überzeugt, dass die ekklesiologischen Voraussetzungen der Erklärung von Toronto „Kirche, Kirchen und Weltkirchenrat“ (1950) grundlegende Bedeutung für die Teilhabe der Orthodoxen im Rat haben. Daher versteht sich von selbst, dass der Weltkirchenrat auf gar keinen Fall eine „Überkirche“ sein kann und werden darf. „Der Zweck des Weltkirchenrates ist nicht, Unionen zwischen Kirchen zu verhandeln, was nur durch die Kirchen selbst geschehen kann, die in Eigeninitiative handeln, sondern die Kirchen in einen lebendigen Kontakt miteinander zu bringen und das Studium und die Diskussion von Fragen der kirchlichen Einheit zu fördern. Keine Kirche ist verpflichtet, beim Eintritt in den Rat ihre Ekklesiologie zu ändern. ... Darüber hinaus bedeutet die Tatsache der Zugehörigkeit zum Rat nicht, dass jede Kirche verpflichtet ist, die anderen Kirchen als Kirchen im vollen und wahren Sinne des Terminus zu betrachten“ (Erklärung von Toronto § 2).

20. Die Perspektiven einer Durchführung theologischer Dialoge der Orthodoxen Kirche mit anderen christlichen Kirchen und Konfessionen gehen immer aus von den kanonischen Kriterien, wie sie schon in der kirchlichen Tradition ausgeprägt worden sind (Kanon 7 des 2. Ökumenischen Konzils und Kanon 95 des Ökumenischen Konzils des Quinisextum).

21. Die Orthodoxe Kirche wünscht die Arbeit der Kommission für Glaube und Kirchenverfassung zu unterstützen und verfolgt mit besonderem Interesse ihren theologischen Beitrag bis zum heutigen Tage. Aufs Ganze gesehen bewertet sie die Dokumente theologischen Charakters positiv, die von der Kommission unter Mitwirkung einer ganzen Reihe orthodoxer Theologen erarbeitet worden sind, als eine wichtige Etappe im Prozess der Annäherung der Christen. Jedoch erklärt die Orthodoxe Kirche keine vollständige Zustimmung zur Interpretation wichtiger Fragen des Glaubens und der Verfassung in diesen Dokumenten, da die nichtorthodoxen Kirchen und Konfessionen vom wahren Glauben der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche abgewichen sind.

22. Die Orthodoxe Kirche ist der Ansicht, dass jeglicher Versuch, die Einheit der Kirche zu zerstören, die von einzelnen Personen oder Gruppen unter dem Vorwand einer irgendwie gearteten Bewahrung oder Verteidigung der wahren Orthodoxie unternommen werden, zu verurteilen sind. Wie das ganze Leben der Orthodoxen Kirche bezeugt, ist die Bewahrung des wahren orthodoxen Glaubens nur möglich dank der konziliar-synodalen Struktur, die von Alters her ein kompetentes und oberstes Kriterium der Kirche in Fragen des Glaubens darstellte (Kanon 6 des II. Ökumenischen Konzils).

23. Der Orthodoxen Kirche allgemein eigen ist das Bewusstsein der Notwendigkeit, einen interchristlichen theologischen Dialog zu führen, und ist von daher der Ansicht, dass dieser immer begleitet sein muss durch das Zeugnis gegenüber der Welt von Taten des gegenseitigen Verstehens und der Liebe, welche die unsagbare Freude der frohen Botschaft ausdrücken (1 Petr 1, 8), wobei jede Praxis des Proselytismus, Uniatismus oder anderer Erscheinungen des interkonfessionellen Antagonismus ausgeschlossen sein müssen. In eben diesem Verständnis hält es die Orthodoxe Kirche für wichtig, dass wir Christen alle, inspiriert durch gemeinsame wichtige Prinzipien unseres Glaubens, Anstrengungen unternehmen, eine einmütige Antwort auf jene schwierigen Probleme zu geben, welche uns die heutige Welt stellt. Diese Antwort muss begründet sein auf dem idealen Vorbild des neuen Menschen in Christus.

24. Die Orthodoxe Kirche ist sich dessen bewusst, dass in der Antwort auf die neuen Bedingungen und die neuen Herausforderungen der heutigen Welt die Bewegung zur Wiederherstellung der Einheit der Christen auch neue Formen annimmt. Es ist notwendig, dass die Orthodoxe Kirche weiterhin ihr Zeugnis vor der gespaltenen christlichen Welt ablegt auf der Basis der apostolischen Tradition und ihres Glaubens. Wir beten, dass sich die Christen gemeinsam mühen, dass der Tag kommt, an dem der Herr die Hoffnung der Orthodoxen Kirchen erfüllt, dass „eine Herde und ein Hirte“ sei (Jo 10, 16).

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