Ein Weg, Leben zu retten

Weihbischof Vorrath verteidigt Essener Babyfenster

Essen (DT/KNA) Der Essener Weihbischof Franz Vorrath hat das Essener Babyfenster gegen Kritik verteidigt. In den vergangenen elf Jahren seit Bestehen des Fensters sei kein Baby in der Stadt ausgesetzt worden, sagte er in einem Gottesdienst am Mittwoch in Essen. Das zeige die Richtigkeit des Konzepts. Vorrath wies Vorwürfe zurück, den Babyklappen-Betreibern gehe es darum, den Adoptionsmarkt zu bedienen. Auch die Kritik, Babyklappen würden verhindern, dass Kinder ihr Recht auf Auskunft über ihre Herkunft bekämen, laufe ins Leere. „Denn Rechte kann ich nur wahrnehmen, wenn ich lebe“, so der Weihbischof in seiner Predigt vor ehrenamtlichen Helfern des Babyfensters. Vorrath prangerte auch den Umgang mit Kindern in der Gesellschaft an. Trotz zivilisatorischen Fortschritts und sozialer Errungenschaften müssten heute noch Kinder hierzulande leiden und sterben. Sie litten Hunger, würden aufgrund von Armut um ihre Zukunft betrogen, seelisch und körperlich misshandelt und missbraucht. Er erinnerte auch an die Kinder, die abgetrieben werden.

Themen & Autoren

Kirche

Papst in der Slowakei
Bratislava
In das reale Leben eintauchen Premium Inhalt
Die Pastoral muss kreativ begleiten und motivieren. In der Slowakei will die Kirche dafür den richtigen Weg finden. Papst Franziskus ermutigte bei seinem Besuch dazu. Ein Gastkommentar.
18.09.2021, 19 Uhr
Thomas Schumann