Eichstätter Uni will bald neuen Präsidenten haben

Eichstätt (DT/KNA) Der neue Präsident für die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) soll bis zu den Sommerferien gewählt sein. Das gab die KU am Montag bekannt. Die Ausschreibung erfolge in den nächsten Tagen, als Wahltermin werde der 4. Juli angestrebt. Nach dem Rücktritt von Unipräsident Richard Schenk, der zum 31. März wirksam wird, besteht das Präsidium aus Kanzler Thomas Kleinert (45) und Vizepräsident Manfred Brocker (54). Kleinert ist bereits seit einem Jahr ständiger Vertreter des Präsidenten. Schenk, ein US-amerikanischer Dominikanertheologe, hatte am 24. Februar überraschend angekündigt, er werde sein Amt zur Halbzeit aus Gesundheitsgründen niederlegen. Damit muss zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren ein neuer Chef für die einzige katholische Universität im deutschen Sprachraum gesucht werden. Seine reguläre Amtsperiode dauert fünf Jahre. Außerdem ist seit Jahreswechsel der Posten eines Vizepräsidenten vakant. Nach zwei gescheiterten Präsidentenwahlen und mehreren Übergangslösungen war vor Schenks Ernennung das Besetzungsverfahren geändert worden. Seither ist der kirchliche Träger bereits in die Kandidatenaufstellung eingebunden. Bewerben können sich nur katholische Professorinnen und Professoren. Die Wahl erfolgt durch den Hochschulrat, dem die Trägerstiftung mindestens zwei Personen zur Wahl vorschlägt. Zuvor sichtet der Senat die Bewerbungen und erstellt daraus eine Liste. Noch unter Schenk war nach kontroversen Debatten in der Uni zum Jahreswechsel ein neuer Hochschulentwicklungsplan beschlossen und vom Träger gebilligt worden. Er beschreibt, wie sich die Uni in den nächsten Jahren profilieren und vor allem in der Forschungsqualität zulegen will. Außerdem sieht er die Reduzierung von bisher acht auf fünf Fakultäten vor. Unmittelbar nach Bekanntwerden von Schenks Rückzug hatte der Münchner Kardinal Reinhard Marx als Großkanzler der KU bekräftigt, die bayerischen Bischöfe hielten an ihrer Universität fest. Die Uni wird zu mehr als 80 Prozent vom Freistaat finanziert.

Themen & Autoren

Kirche

Papst in der Slowakei
Bratislava
In das reale Leben eintauchen Premium Inhalt
Die Pastoral muss kreativ begleiten und motivieren. In der Slowakei will die Kirche dafür den richtigen Weg finden. Papst Franziskus ermutigte bei seinem Besuch dazu. Ein Gastkommentar.
18.09.2021, 19 Uhr
Thomas Schumann