Drohbriefe an Pfarrer: Rentner verurteilt

München (DT/KAP/KNA) Das Urteil im Prozess um den ehemaligen katholischen Pfarrer von Zorneding, Olivier Ndjimbi-Tshiende, steht fest. Das Amtsgericht Ebersberg verurteilte am Montag einen 74-jährigen Münchner wegen Beleidigung, Bedrohung und Volksverhetzung zu zehn Monaten Haft. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass zwei an die Zornedinger Pfarre gerichtete Schreiben mit Schmähungen und Bedrohungen von dem Angeklagten stammen müssen. Die Strafe ist auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem wird der Rentner verpflichtet, 600 Euro in Raten von 20 Euro pro Monat an den Verein „München ist bunt“ zu zahlen. Der Staatsanwalt hatte auf eine Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten plädiert, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollte. Zudem sprach er sich für eine Geldstrafe von 600 Euro aus. Die Verteidigerin plädierte unter anderem aufgrund des Gesundheitszustandes ihres Mandanten auf eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je 10 Euro. Der 74-Jährige war bereits vorbestraft.

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