Dominikaner schließen Ordensjubiläum ab

Rom (DT/KNA) Mit einer Messe, die Papst Franziskus zelebrierte, sind am Wochenende in Rom die Feiern zum achthundertjährigen Bestehen des Dominikanerordens zu Ende gegangen. Der Orden des heiligen Dominikus sei „erfüllt vom Licht und Salz Christi“, sagte Franziskus am Samstag in der Lateranbasilika vor Mitgliedern des Ordens. Die Dominikaner hätten seit dem heiligen Dominikus und seinen ersten Gefährten in den vergangenen 800 Jahren unzähligen Menschen geholfen, sich nicht „inmitten des Karnevals menschlicher Schaulust“ zu verlieren, so Franziskus. Sie hätten diesen Menschen die „gesunde kirchliche Lehre“ und das Evangelium nahegebracht und sie so selbst zu Verkündern des Evangeliums gemacht. Papst Honorius III. hatte den 1215 im südfranzösischen Toulouse gegründeten Orden im Dezember 1216 bestätigt. Die Dominikaner verstehen sich vor allem als Predigerorden. Sie waren auch maßgeblich an der Inquisition beteiligt, die in Mittelalter und früher Neuzeit angebliche Hexen und Ketzer verfolgte. Die Jubiläumsfeiern hatten am 7. November 2015 begonnen. Zum Abschluss des Festjahres fand von Mittwoch bis Samstag an der römischen Dominikaner-Hochschule San Tommaso d'Aquino ein internationaler Kongress über die Mission des Ordens statt. Weltweit leben heute mehr als 5 500 Dominikaner in 82 Ländern, davon knapp die Hälfte in Europa. Dazu kommen mehr als 2 500 Ordensfrauen in Klausur („Zweiter Orden“) sowie geschätzt gut 24 000 Angehörige von Schwesterngemeinschaften („Dritter Orden“) und gut 120 000 Männer und Frauen in dominikanischen Laiengemeinschaften.

Themen & Autoren

Kirche

Papst in der Slowakei
Bratislava
In das reale Leben eintauchen Premium Inhalt
Die Pastoral muss kreativ begleiten und motivieren. In der Slowakei will die Kirche dafür den richtigen Weg finden. Papst Franziskus ermutigte bei seinem Besuch dazu. Ein Gastkommentar.
18.09.2021, 19 Uhr
Thomas Schumann