Herzogenrath

Corona-Exerzitien: Impfstoff gegen den Tod

In den Wochen der Corona-Pandemie sehnt man sich mehr denn je nach einem Wundermittel, um das Virus zu besiegen. Einen Zaubertrank wie in den Asterix-Comics des jüngst verstorbenen Zeichners Albert Uderzo wird es zwar nicht geben. Mit regelmäßigem Beten ist man aber gut beraten.

Gebet gegen Corona-Angst
Mit einem Gebet ist man in diesen Tagen in jedem Fall gut beraten - denn es impft gegen die Angst vor dem Tod. Foto: fotolia.de

Sie wäre fast untergegangen im Wust der Corona-Berichterstattung: die Nachricht vom Tod des französischen Zeichners Albert Uderzo. Er und sein Mitstreiter René Goscinny hatten im Jahre 1959 die legendären Comicfiguren Asterix und Obelix erfunden, die beiden wackeren gallischen Helden, deren Dorf für den großen Julius Cäsar unbesiegbar war. Ihre Stärke war unbezwingbar, weil sie einen vom Druiden Miraculix  in geheimer Rezeptur gebrauten Zaubertrank ihr eigen nennen konnten. Nach Genuss dieser Tinktur war ihnen kein römischer Legionär gewachsen.

Der Tod hat keine Macht über die, die an Christus glauben

Wer wartet in diesen Tagen nicht sehnsüchtig auf ein solches wundertätiges Hilfsmittel, auf den Impfstoff, der den unsichtbaren Gegner und seine Bedrohung besiegen könnte! Von daher ist es vielleicht eine Fügung, das der Schöpfer des Gallischen Dorfes und seiner unbezwingbaren Kräfte, just am Vorabend des Hochfestes der Verkündigung des Herrn gestorben ist. Denn dieser Festtag macht die urmenschliche Sehnsucht nach einem Mittel zum Sieg über den Tod zu mehr als zu einem frommen Wunsch. Denn Gott hat sich in Nazareth in unsere Welt eingemischt hat, um uns zur Seite zu stehen, unbezwingbar und stark, und Wohnung und uns genommen. Seither hat der Tod keine Macht mehr über die, die an Christus, den Menschgewordenen glauben und in denen seit der Stunde der Taufe das lebendige Wasser des Ewigen Lebens fließt, das der Tod nicht zu bezwingen vermag.

Wenn kürzlich die Nachricht von jenem heldenhaften italienischen Priester die Runde gemacht hat, der sein rettendes Beatmungsgerät einem anderen, zur Verfügung gestellt hatte und dadurch an der bösen Infektion gestorben ist, dann liegt in der Entscheidung dieses heiligmäßigen Hirten der Kirche ein Zeugnis für eben diese Hoffnung, dass das Leben, das Gott auf wunderbare Weise eingießt, in  der Stunde seines Todes überleben würde.

Impfung gegen die Angst vor dem Tod

Diese Hoffnung begann in Nazareth in der verborgenen Kammer der auserwählten Jungfrau. Jedes „Ave Maria“ erinnert daran. Weswegen wir gut beraten sind, es gerade in diesen Tagen häufig zu beten – am besten aufgereiht an der Kette des Rosenkranzes. Es impft gegen die Angst vor dem Tod.

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