Würzburg

Corona-Exerzitien: Auch Pornographie ist ein Virus

Der „Virus“ Pornographie tötet nicht den Leib, wohl aber die Seele. Und nachdem er die Seele des Konsumenten infiziert hat, zerstört er Familien und ganze Gesellschaften.

Pornographie im Internet
Das Geschäft mit der Pornographie ist ein enormer Wirtschaftsfaktor, meint Nina Heereman - und wir hätten den Kampf dagegen noch nicht einmal begonnen. Foto: Marcus Brandt (dpa)

Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die gesamte Welt im Kampf gegen das Coronavirus vereint hat. Derweil gibt es „Viren“, die  ähnlich zerstörerisch sind wie Covid19. Zum Beispiel die Pornographie. Dieser „Virus“ tötet nicht den Leib, wohl aber die Seele. Und nachdem er die Seele des Konsumenten infiziert hat, zerstört er Familien und ganze Gesellschaften.

Die Sünde mehr fürchten als den leiblichen Tod

Wie neulich aus der Tagespost zu erfahren war, konsumieren in den USA 92 Prozent der Jungen und 63 Prozent der Mädchen Porno in der Jugendzeit, und 46 Prozent der erwachsenen Männer regelmäßig. „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann“ (Matt 10:28). Wir sollen die Sünde mehr fürchten als den leiblichen Tod. Doch was tun wir dagegen? Auf staatlicher Ebene so gut wie gar nichts. Denn das Geschäft mit der Pornographie ist ein enormer Wirtschaftsfaktor. Wir „haben im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet“ (Hebr 12:4). Ja, wir haben den Kampf noch nicht einmal begonnen.
    
Wenn Gott die Liebe ist, und daran besteht kein Zweifel (1 Joh 4:16), soll er dann zuschauen, wie seine Kinder in der Sünde umkommen? Natürlich nicht! Und weil er uns liebt, überlässt er uns manchmal, als ultima ratio, den Folgen unserer Sünden, in der Hoffnung, dass diese „Züchtigung“ uns wieder zu Sinnen bringt (Lukas 15; Hebr 12:7-11). „Denn Gott hat keinen Gefallen am Tod des Schuldigen, sondern vielmehr daran, dass er umkehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt“ (Ez 18:23).

Gott ist nie Urheber von Kriegen, Naturkatastrophen und Krankheiten

Schrift und Tradition sind sich einig: Gott ist nie der Urheber von Kriegen, Naturkatastrophen und Krankheiten. Doch seine väterliche Güte lässt sie manchmal zu, um uns zu sich zurück zu führen, der einzigen Quelle des Lebens (Jer 2:13; Joh 4:14). Voll Güte durchwaltet er das All (Weish 8:1) und auch die Tage unserer Zeit. Begreifen wir sie als Zeit der Gnade und kehren wir zu ihm zurück.

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