Bistum Trier korrigiert Aussage zu ProLife-Aktion

Trier (DT) Das Bistum Trier hat seine Aussage zu der vom Verein „Durchblick“ durchgeführten Embryonenschutzaktion revidiert. So hielten das Bistum sowie Bischof Stephan Ackermann die Aktion zwar für „provokant“, sähen aber keine Veranlassung, sie abzulehnen. Dies teilte die Bischöfliche Pressestelle am Freitag auf Anfrage dieser Zeitung mit. In einer ersten Stellungnahme war ein Sprecher des Bistums gegenüber dem evangelischen Pressedienst epd „für den unbedingten Schutz des menschlichen Lebens und daher natürlich auch für den Schutz des Lebens ungeborener Kinder“ eingetreten. Zugleich distanzierte er sich von der Aktion, bei der zu Informationszwecken 300 000 Embryomodelle an saarländische Haushalte verteilt werden sollen, und wies auf die Arbeit der katholischen Beratungsstellen, insbesondere des Sozialdienstes katholischer Frauen und der Caritas hin. Wörtlich hieß es: „Unbeschadet von diesen grundsätzlichen Positionen halten wir die konkrete Aktion des Vereins ,Durchblicks‘ nicht für den geeigneten Weg, um auf die Würde und den Schutz des ungeborenen Lebens und die Problematik von Abtreibungen hinzuweisen.“ Diese Aussage, so das Bistum Trier am Freitag, habe zu heftigen Reaktionen von außen und zu einer internen Diskussion geführt. Im Zuge der Meinungsbildung habe man schließlich die Position des Bistums korrigiert. Die Aktion des Vereins „Durchblick“ war ebenfalls vom Superintendenten des evangelischen Kirchenkreises Saar-Ost, Gerhard Koepke, abgelehnt worden. Unterstützung kam aus der CDU von Familienministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. Wenn sich die Öffentlichkeit nicht mit dem Thema beschäftige, sondern sich lediglich über eine Kampagne aufrege, „läuft in unserer Gesellschaft einiges schief“, sagte die Ministerin.

Themen & Autoren

Kirche