Bistum Passau bekommt 86 Pfarrverbände

Passau (DT/KNA) Das Bistum Passau bekommt zum 1. März größere Pfarrverbände. Die 285 Pfarreien und 20 Exposituren werden von derzeit 117 auf künftig 86 Pfarrverbände zusammengefasst, wie die Bischöfliche Pressestelle am Dienstag mitteilte. Diese „organische und maßvolle Entwicklung“ werde Schritt für Schritt vollzogen, kündigte Generalvikar Klaus Metzl an. So sei für Bischof Wilhelm Schraml entscheidend gewesen, dass jede Pfarrei rechtlich bestehen bleibe und die Feier der Eucharistie sicher gestellt werde. Bei den Reformschritten seien die Gremien der Gemeinden, Dekanatsräte und der Diözesanrat eingebunden gewesen. Die Bistumsleitung kündigte an, dass in Zukunft die Kirchenverwaltung für die Finanzen und der Pfarrgemeinderat für das pastorale Leben bestehen blieben. Als neue Ebene komme jedoch der Pfarrverbandsrat hinzu, in dem die gewählten Laien dann zusammenarbeiteten. Dies sei in Absprache mit dem Diözesanrat entschieden worden. Die nächste Pfarrgemeinderatswahl werde daher in gewohnter Form in den Pfarreien durchgeführt. Auch Dekanatsräte und den Diözesanrat werde es weiter geben. Mit dem neuen Statut solle die Seelsorge für das nächste Jahrzehnt sichergestellt werden. Die Diözese rechne derzeit mit 177 aktiven Priestern in den Pfarreien. Dazu kämen unterstützend weitere Geistliche aus anderen Ländern, vor allem Indien und Polen, sowie 122 pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Zahl der Katholiken im Bistum ist in den vergangenen zehn Jahren um rund 50 000 auf 490 000 zurückgegangen, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Über 50 Prozent der Pfarreien hätten weniger als 1 000 Katholiken. Überhaupt gebe es aufgrund der geografischen Gegebenheiten viele kleine Kirchengemeinden. Nur in fünf Städten bestünden Pfarrverbände mit mehr als 10 000 Gläubigen. Die Erfahrung habe aber gezeigt, dass gerade die kleineren Pfarrgemeinden ein „reges pastorales Leben“ mit lebendigen Vereinen und Verbänden sowie vielen aktiven Ehrenamtlichen führten. Diese gewachsenen Strukturen gelte es zu halten und zu stärken.

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