Bischof schlägt Wallfahrt zum Katholikentag vor

Regensburg/München (DT/KNA) Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat eine grenzüberschreitende bayerisch-böhmische Wallfahrt zum Katholikentag 2014 vorgeschlagen. „Die Versöhnung zwischen den Völkern sehe ich als eine große Aufgabe der Kirche“, sagte Voderholzer dem Magazin „Gemeinde creativ“, das vom Landeskomitee der Katholiken in Bayern herausgegeben wird. Der nächste Katholikentag findet unter dem Motto „Mit Christus Brücken bauen“ vom 28. Mai bis 1. Juni 2014 in Regensburg statt. Regensburg ist mit seiner tschechischen Nachbardiözese Pilsen seit Jahren durch eine Partnerschaft verbunden. Über die Familie seiner Mutter habe er selbst „auch Migrationshintergrund“, erläuterte der Bischof. Diese stammt aus dem Sudetenland und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat vertrieben. Voderholzer sagte, daher wisse er „was an Wunden geschlagen worden ist und wie viele Wunden noch nicht verheilt sind“. Er sei aber fest überzeugt, dass auf der Ebene des gemeinsamen Glaubens, der auch Böhmen geprägt habe, „eine wirklich nachhaltige Gestaltung der Zukunft möglich sein wird“. Voderholzer ist selbst in der Sudetendeutschen Landsmannschaft aktiv. Jedes Jahr feiert er im Geburtsort seiner Mutter Gottesdienst. Als der tschechische Regierungschef Petr Necas im Februar bei einem Besuch im Bayerischen Landtag erstmals die Vertreibung der Sudetendeutschen bedauerte, sprach Voderholzer von einer „fast schon historischen Rede“. Unrecht müsse als solches benannt werden, ohne es mit anderem aufzurechnen.

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