Bischof Mixa kritisiert „Kulturkampf“ der Grünen

Augsburg (DT/iba). Der Augsburger Bischof Walter Mixa, hat die Forderung der bayerischen Grünen nach einem Verbot aller religiösen Symbole in den Schulen des Freistaates scharf kritisiert. Mixa bezeichnete in Augsburg den Beschluss der Landesdelegiertenversammlung als „dreisten Versuch, einen demonstrativen Atheismus als gesellschaftliche Norm und politisches Leitbild zu installieren“. Das Kreuz Christi sei ein Symbol der Solidarität Gottes mit den Menschen und stehe wie kein anderes Zeichen für die Würde und die Freiheit des Menschen. Die Solidarität Gottes mit dem Menschen, die für den christlichen Glauben kennzeichnend sei, beinhalte auch die Verpflichtung des Menschen zur Solidarität mit den Schwachen, Kranken, Behinderten und Unterdrückten. Es sei bezeichnend, dass in der Geschichte des Christentums die Vertreter inhumaner Ideologien immer gegen das Kreuz zu Felde gezogen seien. Große Teile der Grünen würden zunehmend „eine Gefahr für die religiöse Toleranz und den religiösen Frieden in unserem Land“, sagte Mixa. Die Forderungen der Grünen kennzeichneten einen „Kulturkampf, der gegen die Kirche, die christlich abendländische Tradition und die Überzeugung der überwiegenden Mehrheit der Menschen in Bayern gerichtet ist“. Die relativierenden Aussagen des bayerischen Landesvorstandes der Grünen kritisierte Mixa als „durchschaubare Doppelstrategie“: „Teile der Grünen verletzen die religiösen Gefühle von Christen und äußern sich in provokanter Weise gegen die Kirche, um am nächsten Tag beschwichtigend zu erklären, dass alles nicht so schlimm gemeint sei“. Bischof Mixa forderte den Spitzenkandidaten der Grünen bei der bayerischen Landtagswahl auf, sich von dem Beschluss der Landesdelegiertenversammlung zu distanzieren oder zu erklären, dass er auf die Stimmen der Christen in Bayern keinen Wert lege.

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