Bischof Hanke bedauert Nürnberger Vortragsreihe

Nürnberg/Bamberg (DT/KNA) Die auf Bitte der Bamberger und Eichstätter Bistumsleitungen abgesagte Nürnberger Fastenpredigtreihe in der Frauenkirche sorgt weiter für Aufregung. Nachdem die katholische Pfarrei Menschwerdung Christi am Freitag in Nürnberg ankündigte, dass die geplanten Vorträge nun in anderer Form im dortigen Gemeindesaal stattfinden, hat der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke dies „mit Bedauern“ zur Kenntnis genommen. In einer Erklärung des Bistums vom selben Tag wurde bestätigt, dass es ein Gespräch des Bischofs in „offener Atmosphäre“ mit Pfarrer Thaddäus Posielek und einer Vertreterin des Pfarrgemeinderats gegeben habe. Hanke habe in der Unterredung den Wunsch geäußert, die Reihe in dieser Form abzusetzen und in einer anderen Form zu gestalten. Der Bitte seien die Vertreter der Pfarrei aber nicht nachgekommen. Diese hatten ihrerseits vorher betont, mit der Veranstaltungsreihe keine Provokation vorgehabt zu haben. Vielmehr sei ein konstruktiver Versuch unternommen worden, Themen, „die den Menschen unter den Nägeln brennen“, einen Raum zu geben. Entzündet hatte sich die Kritik vor allem an dem geplanten Auftritt des Priesters Helmut Schüller. Er ist Sprecher der österreichischen „Pfarrer-Initiative“, die 2011 zum „Ungehorsam“ gegen Rom aufgerufen hatte. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick sagte auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur, dass es in der Kirche keine Denkverbote gebe. Auch müssten kritische Stimmen gehört werden. Für die Absage der Fastenpredigten in der geplanten Form seien die Vorgaben des Zweiten Vatikanischen Konzils ausschlaggebend gewesen. Danach gehörten Fastenpredigten zur Liturgie und sollten helfen, die Gemeinde auf das Osterfest vorzubereiten.

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