Bischof Fürst plädiert für islamisches Zentrum

Rottenburg/Sarajevo (DT/KNA) Der Rottenburg-Stuttgarter katholische Bischof Gebhard Fürst plädiert für ein Zentrum für islamisch-theologische Forschung in Tübingen. Am Freitag erklärte das Bistum, bei seiner Reise nach Bosnien habe sich der Bischof nicht wie von Medien verbreitet worden war für den Aufbau einer islamischen Fakultät ausgesprochen.

Bei seiner Reise sprach Bischof Fürst sowohl mit dem Großmufti von Sarajevo, Mustafa Ceric, als auch mit islamischen Wissenschaftlern und Studenten über die Pläne, wie das Bistum am Donnerstag mitteilte. Im Mittelpunkt der Gespräche des katholischen Bischofs auf Einladung Cerics stand der islamisch-christliche Dialog. Bosnier stellen nach den Türken die zweitgrößte Gruppe der in Deutschland lebenden Muslime.

Die 1887 in Sarajevo gegründete Fakultät für Islamische Studien ist die bisher einzige dieser Art in Europa. Nach den Worten des Bischofs steht sie wie kein anderer Ort für die Vereinbarkeit von Islam und Europa und macht somit deutlich, dass islamisch-theologische Qualifikation und europäische wissenschaftliche Qualität nicht im Widerspruch zueinander stehen müssten.

Fürst, der zugleich Medienbischof der Deutschen Bischofskonferenz ist, betonte, der Islam sei in Deutschland und Europa eine Realität. In der Bundesrepublik begriffen dies allerdings viele nicht. Ceric lobte die Rolle Deutschlands bei der Integration von Muslimen. Die Islamkonferenz entspreche ebenso seinen Vorstellungen von einer Institutionalisierung des Islam in Europa wie die Pläne, an deutschen Universitäten Zentren für islamische Studien einzurichten.

Themen & Autoren

Kirche

Kardinal Rainer Maria Woelki
Köln

+++EILMELDUNG+++ Woelki bleibt im Amt Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung

Nach Information der Wochenzeitung "Die Zeit" belässt Papst Franziskus den Kölner Kardinal im Amt. Er soll jedoch eine Bedenkzeit von mehreren Monaten nehmen.
24.09.2021, 10 Uhr
Meldung