Australien: Episkopat bitten Heimkinder um Entschuldigung

Canberra (DT/KNA) Australiens katholische Bischöfe haben sich erneut für Misshandlungen in kirchlich geführten Erziehungseinrichtungen entschuldigt. Sie begrüßten zugleich eine Entschuldigung von Ministerpräsident Kevin Rudd für Vorfälle in staatlichen Kinderheimen, wie australische Medien am Dienstag unter Berufung auf eine Erklärung der Bischofskonferenz berichten. Man bete dafür, dass die Entschuldigung des Regierungschefs eine wichtige Rolle für die Heilung jener Wunden spielen werde, die von einer Untersuchungskommission mit großem Mut offengelegt worden seien, heißt es darin. Zugleich erinnern die Bischöfe an ihre erste Entschuldigung gegenüber vernachlässigten und misshandelten Heimkindern aus dem Jahr 1996. Diese habe man nun erneuern wollen. Die Kirche werde ihre Bemühungen um eine Verbesserung der Fürsorge für ehemalige Bewohner kirchlicher Erziehungseinrichtungen fortsetzen. Rudd hatte sich am Montag bei den „Vergessenen Australiern“ entschuldigt, die als Kinder in Heimen körperlich, seelisch und sexuell misshandelt wurden.

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