Arme haben alles verloren

Bischöfe in Myanmar rufen zu Hilfe für Hochwasseropfer auf

Rangun (DT/KNA) Die katholischen Bischöfe von Myanmar haben um internationale Hilfe für die Opfer der Hochwasserkatastrophe in dem südostasiatischen Land gebeten. In den besonders betroffenen Regionen Rakhine, Chin und Sagaing würden Lebensmittel und medizinische Versorgung dringend benötigt, zitiert der asiatisch-katholische Pressedienst Ucanews (Dienstag) aus einem Aufruf des Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Kardinal Charles Bo.

„Das Ausmaß der Katastrophe ist massiv. In chronisch armen Regionen haben die Menschen alles verloren und sind zu Flüchtlingen geworden“, so der Kardinal. Auch die Regierung von Myanmar bat Medienberichten zufolge um internationale Hilfe. Beobachter deuteten dies als Zeichen für den Wandel in Myanmar. Nach dem Wirbelsturm Nargis im Mai 2008, der rund 130 000 Todesopfer forderte, hatte sich die damalige Militärjunta zunächst geweigert, internationale Hilfsorganisationen ins Land zu lassen. Seit Ende Juli sorgt der tropische Wirbelsturm Komen für wolkenbruchartige Regenfälle in Myanmar. Laut Behördenangaben sind 12 der 14 Staaten und Regionen Myanmars von der Hochwasserkatastrophe betroffen. Mehr als 215 000 Menschen seien auf humanitäre Hilfe angewiesen. Besonders betroffen ist die Konfliktregion Rakhine, wo nach Angriffen militanter Buddhisten auf die muslimische Minderheit der Rohingya rund 140 000 Menschen in provisorischen Lagern leben.

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