Anglikaner besorgt über Homo-„Ehen“ in Kirchen

London (DT/KNA) Konservative Kreise in der anglikanischen Kirche von England fürchten, dass die gesetzliche Zulassung von Trauungszeremonien für Homo-„Ehen“ in Kirchenräumen zu Rechtsstreitigkeiten führen könnte. Zu erwarten seien Klagen gegen Geistliche, die solche Zeremonien nicht durchführen wollten, sagte der Bischof von Winchester, Michael Scott-Joynt, laut britischen Medienberichten vom Donnerstag. Er zeigte sich zudem besorgt, dass die Grenzen zwischen einer eingetragenen Partnerschaft und einer Ehe im christlichen Sinne weiter verwischt werde. Das britische Oberhaus hatte am Dienstag das Verbot von Trauungszeremonien für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften in Kirchen und Gebetsräumen aufgehoben. Nun soll das britische Gleichstellungsgesetz entsprechend ergänzt werden. Die neue Vorschrift soll laut Medienberichten allerdings nur die Religionsgemeinschaften betreffen, die eine sogenannte Homo-„Ehe“ befürworten.

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