Als Priesterin fungiert: Nonne exkommuniziert

Washington (DT/KNA) Weil sie als vermeintliche Priesterin Gottesdienste leitete, hat sich eine katholische Ordensfrau in der US-Stadt Cincinnati (Ohio) die Exkommunikation zugezogen. „Ich wollte mir meinen Lebenstraum erfüllen und Priesterin werden“, zitieren US-Medien (Mittwoch) die 67-jährige Missionarin vom Kostbaren Blut (CPPS). „Sie hat eindeutig gegen die Lehren der katholischen Kirche verstoßen“, wird die Ordensleitung zitiert. Eine Entscheidung über die Strafe sei nicht notwendig gewesen. Die Exkommunikation sei allein durch die verbotenen Taten erfolgt. Fürsprecher der Ordensfrau wandten sich über die Medien an den Vatikan und forderten ihre Wiedereingliederung. Es gehe „um eine Frau, die Gott 47 Jahre gedient hat – und jetzt wird sie einfach so aus der Kirche geworfen“. Exkommunikation bedeutet in der katholischen Kirche den Ausschluss aus der kirchlichen Gemeinschaft. Den Betroffenen ist es verboten, irgendwelche Dienste in liturgischen Feiern zu übernehmen, Sakramente zu spenden oder zu empfangen sowie kirchliche Ämter oder Aufgaben auszuüben. Nach katholischer Lehre handelt es sich um eine Beugestrafe mit dem Ziel, den Betreffenden wieder in die kirchliche Gemeinschaft zurückzuführen. Die Exkommunikation kann entweder durch einen Spruch verhängt werden oder in bestimmten, besonders schwerwiegenden Fällen durch eine Tat von selbst eintreten.

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