Akzeptanz notwendig

Österreich: Bischof Fischer zum Bau von Moscheen in Vorarlberg

Feldkirch (DT/KAP) Zur aktuellen Debatte über den Bau von Moscheen im westlichsten Bundesland Österreichs hat sich der Vorarlberger Bischof Elmar Fischer zu Wort gemeldet: In dieser Frage „gibt das Religionsrecht grundsätzliche Auskunft“, so Fischer in einem Positionspapier über das „Zusammenleben von Christen und Muslimen in Vorarlberg“. Eine Bedingung für einen solchen Bau sei, „dass die Haltung der Gesamtgesellschaft zu berücksichtigen ist“. Die gelungene Integration der Zuwanderer und die „bestmögliche Akzeptanz durch die einheimische Bevölkerung“ sind nach den Worten des Bischofs „von großer Wichtigkeit“. Diese Akzeptanz dürfe „nicht übergangen werden“. Die öffentliche Ausübung des Glaubens der anerkannten Religionsgemeinschaften ist Fischer zufolge so zu realisieren, „dass religiöse Bauten, Symbole und Praxis in gegenseitigem Respekt dem Miteinander dienen und keine Gräben von Misstrauen und Konfrontation aufgerissen werden“. Die österreichische Rechtsordnung sichere den Muslimen angemessene Gebets- und Versammlungsräume zu, erinnerte der Feldkircher Bischof. Die Muslime seien „Teil der in Vorarlberg niedergelassenen Bevölkerung“ und bildeten in diesem Bundesland die zweitgrößte Religionsgemeinschaft.

Der Hintergrund der Wortmeldung des Bischofs von Feldkirch: Die Vorarlberger Landesregierung hat einen Gesetzesentwurf zu Änderungen im Raumplanungs- und Baugesetz vorgelegt, mit dem der Bau von Minaretten verhindert werden kann. Vorarlberg ist das Bundesland mit dem höchsten Anteil von Muslimen an der Gesamtbevölkerung, nämlich neun Prozent. Vertreter der Vorarlberger Muslime zeigten sich in einer ersten Reaktion „schwer enttäuscht“ von dem Gesetzesentwurf, der im April im Landtag beschlossen werden soll.

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