Velbert-Neviges

Priestergemeinschaft St. Martin kommt nach Velbert-Neviges

Erzbistum Köln gibt den Einsatz von drei Priestern der Gemeinschaft St. Martin in Velbert-Neviges bekannt.

Wallfahrtskirche in Neviges
Blick auf das Pilgerzentrum (vorne) und dahinter die Wallfahrtskirche "Maria, Königin des Friedens" in Velbert-Neviges. Foto: Horst Ossinger (dpa)

Drei Geistliche der französischen Priestergemeinschaft St. Martin werden ab dem 1. September in der Pfarrei Maria Königin des Friedens in Velbert-Neviges und Tönisheide sowie in der Wallfahrtsseelsorge am Mariendom in Neviges tätig. Das gab das Erzbistum Köln am Pfingstsonntag bekannt. Damit endet eine monatelange Suche nach einer dauerhaften Lösung für Neviges. Im Januar hatten die Franziskaner ihr Kloster samt Wallfahrt verlassen. Nach 340 Jahren in Neviges zwang der Nachwuchsmangel den Orden zu diesem Schritt. Seitdem  hatte Kreisdechant Daniel Schilling Neviges parallel mit seiner Gemeinde in Ratingen betreut.  

Erfahrene Pilgerseelsorger

Die 1976 von dem französischen Weltpriester und Benediktineroblaten Abbé Jean-François Guérin (1929-2005) gegründete Gemeinschaft St. Martin bringt zahlreiche Erfahrungen in der Wallfahrts- und Pfarrseelsorge mit nach Deutschland. Seit Jahren wirkt sie in den Marienwallfahrtsorten Lourdes und Montligeon sowie in zahlreichen französischen Gemeinden. Darüber hinaus hat sie in Frankreich eine sehr erfolgreiche Jugendpastoral ins Leben gerufen. Jedes Jahr nehmen Hunderte Jugendliche an den Sommerangeboten der Gemeinschaft teil, unter anderem auf dem Pilgerweg Sankt Martin.  Im französischen Évron unweit von Le Mans hat die Gemeinschaft das mit mehr als hundert Kandidaten nachwuchsstärkste Seminar Frankreichs. Es ist an die Päpstliche Lateranuniversität angeschlossen und bekannt für eine sorgfältige, von der benediktinischen Tradition geprägte liturgische Ausbildung. Unterstützt wird die Gemeinschaft von zahlreichen Laien, die sich in der Martinsfamilie zusammengeschlossen haben. Man kann assoziiertes Mitglied werden, indem man einer Charta beitritt. Laien wirken auch in den verschiedenen Räten mit, beispielsweise im Wirtschaftsrat der Gemeinschaft und unterstützen die Priester durch Gebetspatenschaften.

Wie einst St. Martin

Seit Jahren pflegt die Gemeinschaft Kontakte mit Deutschland. Mehrere Priester und Seminaristen stammen aus Österreich und Deutschland, zudem unterhält das Bistum Le Mans enge Kontakte mit der Schwesterdiözese Paderborn. Derzeit wirken mehr als 125 Priester und Diakone der Gemeinschaft Sankt Martin in 22 Diözesen. In Évron werden regelmäßig Einkehrtage für junge Männer angeboten, die ihre Berufung klären wollen. Auch Jugendwallfahrten, das Projekt „Lernen für das Abitur“ und die Homepage http://www.communautesaintmartin.org/de/  sind Möglichkeiten, die Gemeinschaft näher kennenzulernen, deren Leitmotiv lautet: den Menschen dienen wie einst Sankt Martin.

 

 

DT/reg

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