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Danke, Papst Franziskus!

Papst Franziskus  mit einer Familie bei der Generalaudienz
Mit seinem Aktionsjahr zum katholischen Ehe-und Familienverständnis setzt der Papst Prioritäten. Im Bild: Papst Franziskus mit einer Familie bei der Generalaudienz. Foto: MASSIMILIANO MIGLIORATO/CPP / via www.imago-images.de (www.imago-images.de)

Dem Papst ist zu danken. Mit seinem Aktionsjahr zum katholischen Ehe-und Familienverständnis anlässlich des fünfjährigen Jubiläums von Amoris laetitia rückt er die Prioritäten zurecht. Ehe und Familie gehören an die erste Stelle. Sie sind das sacramentum magnum, wichtiger als Priesterweihe, Firmung oder Krankensalbung. Über diesem Sakrament steht nur noch die Taufe. Sicher, ohne Priester keine Kirche. Aber ohne Familie auch keine Priester. Kardinal Meisner nannte die Familie deshalb auch „die Dreifaltigkeit auf Erden“, für Papst em. Benedikt sind Ehe und Familie „der Kern aller Sozialordnung“ und für Papst Franziskus schlicht „das Meisterwerk Gottes“.

Keine Rangordnung

Aber es geht Papst Franziskus natürlich nicht um irgendeine Rangordnung. Der Stellvertreter Christi sieht die Bedrohung des Meisterwerks durch den Genderwahn, den radikalen Feminismus und ganz allgemein durch den Dekonstruktivismus, die Auflösung aller natürlichen Ordnungen. Die Welt 2021 ist eben aus den Fugen. Dem soll die Kirche pastoral entgegenwirken und dabei an der wichtigsten Stelle des gesellschaftlichen Lebens ansetzen, an Ehe und Familie. Von hier aus, der Liebe, mithin der Ebenbildlichkeit Gottes, soll die Gesellschaft neue Kraft und Vitalität erhalten.

Dankbar nach Rom schauen

Für Deutschland ist das ganz besonders nötig. Nicht nur, weil 2021 neun Wahlen stattfinden und Weichen für die Zukunft gestellt werden. Oder weil die Deutschen wegen Corona besonders verängstigt wären. Nein, es ist deswegen besonders nötig, weil die germanische Provinz der Kirche sich an einer Fußnote des für das praktische Ehe-und Familienleben so reichhaltigen Dokuments Amoris laetitita festzubeißen droht und mit der Empfehlung des Vorsitzenden der Bischofskonferenz, den Katechismus umzuschreiben und Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare einzuführen, sich selber zu einer Fußnote der Geschichte macht. Da können die Katholiken in diesem Land eben nur dankbar nach Rom schauen.

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