Würzburg

Prominente Katholiken starten Petition gegen Synodalen Weg

Mit dem Synodalen Weg sei eine „schiefe Ebene“ im katholischen Selbstverständnis betreten, auf der es nur noch abwärts gehen könne, heißt es in einer Petition des Pastoraltheologen Hubert Windisch. Sie findet bislang mehr als 8.000 Unterstützer.

Synodaler Weg: Erste Synodalversammlung
Es gehe nicht mehr um „Kirche sein“ sondern um „Kirche machen“, so die Initatioren der Petition "Wir bleiben katholisch". Foto: Nadine Malzkorn

Der Pastoraltheologe Hubert Windisch fordert zum Widerstand gegen den Synodalen Weg auf. In einer Petition mit dem Titel „Wir bleiben katholisch“, zu deren Erstunterzeichnern weitere im konservativen katholischen Spektrum prominente Persönlichkeiten gehören, erhebt Windisch den Vorwurf, die Mitglieder des Synodalen Wegs strebten eine „Protestantisierung der katholischen Kirche“ an. Mit dem Synodalen Weg sei eine „schiefe Ebene“ im katholischen Selbstverständnis betreten, auf der es nur noch abwärts gehen könne - „außer man verlässt diesen Weg“.

Weichenstellung für "zeitgeistpassförmige" Kirche

Die Petition war vergangene Woche auf dem US-Portal „lifepetitions.com“ veröffentlicht worden. Dort zählte sie bis Montagmittag 8.265 Unterstützer. Zu den Erstunterzeichnern gehören unter anderen der Historiker und Autor Michael Hesemann, der Gründer und Vorsitzende des „Forums Deutscher Katholiken“ Hubert Gindert und der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt Werner Münch.

In dem Aufruf heißt es, in den vier Foren des Synodalen Wegs seien gezielt vorbereitet die Weichen gestellt für eine „zeitgeistpassförmige“ Kirche. „Durch funktionärsgelenkte innerkirchliche Machenschaften sollen in Bezug auf alle vier Themenfelder katholische Kerngehalte in Bezug auf Glaubenslehre und Glaubenspraxis ersetzt werden, die auf der sakramentalen Grundstruktur und der Tradition der Kirche basieren.“ Es gehe nicht mehr um „Kirche sein“ sondern um „Kirche machen“.

Destruktion der katholischen Kirche

Letztlich habe man sich auf dem Synodalen Weg dazu entschieden, die Debatte um theologische Inhalte den Konjunkturen der öffentlichen Meinung zu unterwerfen. Dadurch gehe es jedoch nicht mehr um eine Tiefenerneuerung der Kirche in der heutigen Zeit „sondern darum, wie man für die Destruktion der katholischen Kirche auch über eine persönliche Befriedigung hinaus öffentlichen Applaus bekommt“.

DT

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