Menzingen

Piusbrüder kritisieren Synode: Keime des Glaubensabfalls tragen Früchte

Der Gräuel götzendienerischer Riten sei bei der Amazonas-Synode auf nie dagewesene und undenkbare Weise in das Heiligtum eingedrungen, so der Generalobere der von Rom getrennten Piusbruderschaft.

Pater Davide Pagliarani
„Die Keime des Glaubensabfalls würden weiterhin und mit erneuter Wirkkraft „alle ihre Früchte“ tragen, meint Pater Davide Pagliarani, Generaloberer der Priesterbruderschaft St. Pius X. Foto: Philip Frowein (KNA)

Entschiedene Kritik an der jüngst beendeten Amazonas-Synode üben die Piusbrüder. Die Synode sei „Schauplatz abscheulicher Veranstaltungen“ gewesen, „bei der der Gräuel götzendienerischer Riten auf nie dagewesene und undenkbare Weise in das Heiligtum eingedrungen ist“. Das erklärt der Generalobere der von Rom getrennten traditionalistischen Bruderschaft, Davide Pagliarini, in einer Mitteilung, die der eigene Pressedienst „Fsspx.news“ veröffentlichte.

"Im Namen der Inkulturation werden heidnische
Elemente zunehmend in den Gottesdienst eingebaut,
und wir stellen [...] fest, wie sehr sich die
Liturgie des Zweiten Vatikanums dafür eignet"
Davide Pagliarini, Generaloberer der Piusbrüder

Pagliarini nimmt damit wohl unter anderem Bezug auf die sogenannten „Pachamama-Figuren“, hölzerne Darstellungen nackter schwangerer Frauen, die Papst Franziskus bei einer „Baumpflanz-Zeremonie“ übergeben worden waren. Um die Figuren hatte sich eine intensive Debatte entwickelt. Zwischenzeitlich waren sie aus der römischen Kirche Santa Maria in Traspontina gestohlen und in den Tiber geworfen worden.

Pagliarini wörtlich: „Im Namen der Inkulturation werden heidnische Elemente zunehmend in den Gottesdienst eingebaut, und wir stellen einmal mehr fest, wie sehr sich die Liturgie des Zweiten Vatikanums dafür eignet.“

Kein abgöttischer, pantheistischer Rummelplatz

Im Abschlussdokument der Amazonas-Synode, für Pagliarani eine „tumultartige Veranstaltung“, sieht der 48-Jährige einen Angriff auf die Heiligkeit des katholischen Priestertums, indem der Text darauf dränge, den kirchlichen Zölibat abzuschaffen und den weiblichen Diakonat einzuführen. „Die Keime des Glaubensabfalls würden weiterhin und mit erneuter Wirkkraft „alle ihre Früchte“ tragen.

Der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius schließt seine Stellungnahme mit einem Aufruf an alle Mitglieder zu einem Tag des Gebets und und der sühnenden Buße, „denn wir können nicht gleichgültig bleiben gegenüber solchen Angriffen auf die Heiligkeit der Kirche, unserer Mutter“. So wolle man Gott bitten, er möge „seine Kirche beschützen und ihr die Strafen ersparen, die solche Taten unweigerlich nach sich ziehen“. Es gehe um die Ehre der von Jesus Christus gegründeten römischen Kirche, „die kein abgöttischer und pantheistischer Rummelplatz“ sei.

DT/mlu