Wien

Österreich: Bischofskonferenz sagt Vollversammlung ab

Planänderung wegen Coronavirus-Krise: Kardinal Christoph Schönborn bleibt vorerst Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz.

Kardinal Christoph Schönborn
Aufgrung der Coronavirus-Pandemie bleibt der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn zunächst Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz. Foto: Cristian Gennari (KNA)

Ihre lange geplante Vollversammlung mit Neuwahl des Vorsitzenden hat die Österreichische Bischofskonferenz am Sonntag wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Wenige Tage zuvor hatte es geheißen, die Frühjahrsvollversammlung werde von vier auf zwei Tage verkürzt, und sie werde in Wien statt im mittlerweile unter Quarantäne stehenden Tirol abgehalten. Am Sonntag schließlich verkündete der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, dass das Treffen abgesagt sei. Darauf hätten sich die Mitglieder in einem schriftlichen Umlaufbeschluss geeinigt.

Salzburger Erzbischof Lackner wahrscheinlichster Nachfolger

Der österreichische Episkopat habe zudem beschlossen, dass der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, bis auf Weiteres als Vorsitzender der Bischofskonferenz im Amt bleibt. Schönborn hatte den Vorsitz 1998 übernommen und wollte ihn in dieser Woche nach 22 Jahren abgeben. Als wahrscheinlichster Nachfolger galt der Erzbischof von Salzburg, Franz Lackner, der bereits Stellvertretender Vorsitzender der Bischofskonferenz ist.

Neu ins Leben gerufen wurde angesichts der aktuellen Corona-Krise eine bischöfliche Ad-hoc-Kommission, der neben Schönborn und Lackner die Bischöfe von Linz, Manfred Scheuer, und Graz, Wilhelm Krautwaschl, angehören. „Dieser Kommission wird vorübergehend die Befugnis übertragen, bis zur nächsten Vollversammlung alle wichtigen und unaufschiebbaren Fragen, die sich insbesondere aufgrund der Pandemie stellen, einer Entscheidung zuzuführen“, so Schipka gegenüber der „Kathpress“.

DT/sba

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