Frankfurt

Mutige Frauen, die sich in den Dienst Christi stellen

Stefanie Sons ist nach Frankfurt gekommen, um vor Beginn der ersten Synodalversammlung für die Kirche und den überlieferten Glauben zu beten. Einen Austausch über die Rolle der Frau unterstützt sie. Es brauche jedoch kein Frauenpriestertum, damit sich Frauen stärker engagieren könnten.

Betende vor dem Frankfurter Dom
Stefanie Sons will, dass Frauen ihrer Berufung in der Kirche immer mehr auf die Spur kommen und diese leben. Im Bild: Eine Gruppe von Betenden vor dem Frankfurter Dom. Foto: Einig

„Wir Christen haben die Antwort auf die Leere der Herzen. Aber wir enthalten sie den Menschen vor“: Mit einer kritischen Einschätzung kommentiert Stefanie Sons, den Synodalen Weg. Unmittelbar vor Beginn der ersten Synodalversammlung in Frankfurt erklärt sie gegenüber der „Tagespost“: Wenn man sich die Themen des Synodalen Wegs anschaut, „geht es nur um Macht- und Strukturfragen und wie man sich am besten dem Zeitgeist anpassen und die Lehre der Kirche aufheben kann“. Dabei sei die Gesellschaft gekennzeichnet von einer tiefen Orientierungslosigkeit und Sehnsucht nach mehr.

Der Berufung auf die Spur kommen

Sons, eine junge Mutter Anfang 30, gehört einer Gruppe von jungen Familien an, die sich regelmäßig zu Gebet und Austausch treffen. Am Donnerstag Nachmittag hat sie sich zusammen mit anderen Betenden vor dem Frankfurter Dom eingefunden, „um für die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche, die Bekehrung ihrer Feinde und die Bewahrung des überlieferten Glaubens zu beten“.

Sie sei fest davon überzeugt, so Sons, dass Jesus für die Frau eine ganz besondere, ihr eigentümliche Berufung vorgesehen habe. „Es ist unsere Aufgabe in unserer Zeit, dieser Berufung immer mehr auf die Spur zu kommen und sie zu leben“. Einen Austausch über diese Frage innerhalb der katholischen Kirche hält sie grundsätzlich für wichtig.

Johannes Paul II. zur Rolle der Frau

Zudem zitiert sie den heiligen Johannes Paul II., der in seinem Schreiben über die Würde und Berufung der Frau auf die Botschaft des Konzils an die Frauen verwiesen habe: „Die Stunde kommt, die Stunde ist da, in der die Frau in der Gesellschaft einen Einfluss, eine Ausstrahlung, eine bisher noch nie erreichte Stellung erlangt. In einer Zeit, in welcher die Menschheit einen so tiefgreifenden Wandel erfährt, können deshalb die vom Geist des Evangeliums erleuchteten Frauen der Menschheit tatkräftig dabei helfen, dass sie nicht in Verfall gerät.“

Dies umzusetzen, meint Sons, „ist unsere Aufgabe hier und jetzt“. Dazu bedürfe es keines Frauenpriestertums, „sondern mutiger Frauen, die sich in den Dienst Christi stellen und seine Liebe verkünden und weiterschenken“.

DT/mlu

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