Bogotá

Kolumbien trauert um ältesten Kardinal der Welt

José de Jesús Kardinal Pimiento Rodriguez starb im Alter von 100 Jahren an den Folgen eines vor wenigen Tagen erlittenen Herzinfarktes.

Ältester Kardinal der Welt gestorben
José de Jesús Pimiento Rodriguez ist im Alter von 100 Jahren an den Folgen Herzinfarktes gestorben. Foto: A3399/_Arne Dedert (dpa)

Wie die Tageszeitung "El Tiempo" berichtete, starb am Mittwoch (Ortszeit) der Alterzbischof von Manizales, José de Jesús Kardinal Pimiento Rodriguez, im Alter von 100 Jahren an den Folgen eines vor wenigen Tagen erlittenen Herzinfarktes. Die kolumbianische Bischofskonferenz bestätigte den Tod Pimientos.

Erzbischof in turbulenten Zeiten

Pimiento leitete das Erzbistum Manizales in der sogenannten Kaffeezone Kolumbiens in von 1975 bis 1996 und damit in schwieriger Zeit. Seit 1983 tobte in dem südamerikanischen Land der jahrzehntelange Bürgerkrieg mit neuer Härte: als Drogenkrieg und mit der Gründung paramilitärischer Einheiten zur Beseitigung oppositioneller Gruppen. Diese Phase ist auch als "Schmutziger Krieg" bekannt.

2015 in den Kardinalsstand erhoben

In Anerkennung seiner Leistungen für Kirche und Gesellschaft ernannte Papst Franziskus José de Jesús Pimiento Rodriguez Anfang 2015 zum Kardinal. Wegen seines fortgeschrittenen Alters konnte der Kolumbianer allerdings nicht nach Rom reisen, sondern erhielt die Insignien in der Kathedrale der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá.

Geboren: 1919

Pimiento wurde am 18. Februar 1919 in Zapatoca geboren. Schon als 36-Jähriger wurde er von Papst Pius XII. (1939-1958) zum Weihbischof in Pasto ernannt. Ab 1960 war er Bischof von Monteria und ab 1964 Bischof von Garzon-Neiva. 1975 ernannte ihn Papst Paul VI. (1963-1978) zum Erzbischof im zentralkolumbianischen Manizales.

DT/jobo/KNA

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