Aids: Kirche plädiert für Verhaltensänderung

Vatikanstadt (DT/KNA) Der Vatikan fordert zum Welt-Aids-Tags einen Zugang zu Therapien für HIV-Infizierte weltweit. Vor allem die Übertragung des Virus' auf Ungeborene im Mutterleib müsse verhindert werden, erklärte der vatikanische Gesundheitsrat am Donnerstag. Auch sei die Erziehung zu einem korrekten und verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität nötig. Vorurteile gegenüber Aids-Kranken seien abzubauen, verlangt die päpstliche Behörde. Die Zahl der Aids-Toten sei „nicht mehr zu rechtfertigen“, heißt es in der Botschaft des Gesundheitsrates, der von dem polnischen Kurienerzbischof Zygmunt Zimowski geleitet wird. Die jährlich 1, 8 Millionen Todesopfer der Immunschwächekrankheit könnten noch leben, wenn sie Zugang zu geeigneten Medikamenten, insbesondere zu antiretroviralen Therapien hätten. Die Kirche plädiere beim Kampf gegen Aids aber auch für eine Verhaltensänderung. Diese müsse in sexueller Enthaltsamkeit, ehelicher Treue und Ablehnung sexueller Freizügigkeit liegen. Die Vatikanbehörde verweist auch auf die Ende November veröffentlichten Leitlinien für die Arbeit der katholischen Kirche in Afrika. Mit Blick auf die Pandemie fordert das Dokument eine „ganzheitliche Entwicklung“. Die Betreuung und Begleitung von HIV-Infizierten verdiene „Unterstützung ohne ideologische Einschränkungen von Seiten der internationalen Organisationen“, so der Gesundheitsrat.

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